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 Hörspiele
Bernd ( Gast )
Beiträge:

29.08.2006 13:56
Welt ohne uns - ein Hörspiel ( Turmbesteigung-Prolog ) Thread geschlossen
Turmbesteigung – Prolog
( männliche Stimme)
Wie steil mag wohl die Treppe sein,
die ich ersteige ganz allein.
Um mich herum die Mauerwand,
ein Stahlgeländer in der Hand.
Ein Schritt, ein Tritt auf schwachem Bein,
ein gülden Band von Sonnenschein.
Ein Stückchen Himmel, zartes Blau,
die steinern Treppe schmutzig-grau.
So drück ich mein Gewicht nach oben,
was hat mich nur dazu bewogen?
Der Himmel zieht mich zu sich ran,
die Höhe schlägt mich in den Bann.
So spüre ich den Wind, den Sturm.
Es ist so kalt auf diesem Turm.
Nun steh ich oben mit bedacht,
vergangen ist grad diese Nacht.
Entsetzt schau ich nur kurz hinunter,
was ich sehe doch mitunter,
ist der bunten Weltenvielfalt
mit System doch ohne Inhalt.
Es mutet an das Narrentreiben,
bin geflohen, will ferne bleiben.
Ich hab die Stiege schwer erklomm
Bin nah bei Gott und doch nicht fromm.
Hinunter werde ich gleich springen.
Der Sprung vom Turm muss mir gelingen.
Doch bevor ich lustvoll wanke,
auf der Plattform windstark schwanke,
rufe ich euch unten zu,
kommt doch endlich auch zur ruh.
Hier steht ein Mensch losgelöst,
der seine Seele ganz entblößt.
Seine Augen kalt und starr,
weil er auch gerne Mensch mal war.
Ich habe es wohl nie verstanden,
wo Elemente sich befanden,
die Menschen neu zusammen führen,
damit sie wieder Leben spüren.
Was legt man uns denn heute nah?
Rohes Wissen, selten gar.
Systematik in Synthetik,
eine Welt ganz ohne Ethik.
Ohne Inhalt die Kultur,
ohne Zukunft die Natur.
Und wir kennen nur die Hast,
immer rennen, keine Rast.
Es wird gefordert und gegeben,
was machbar ist in unserem Leben.
Konsumwirtschaft und Kapital,
was außerdem steht noch zur Wahl?
Kreislauf ist der Lebensstil,
von der Hoffnung bleibt nicht viel.
Wie lebt es sich denn ohne Geld?
Kaum vorstellbar in unserer Welt.
Betrachtet auf den Weg sie Steine,
benutzt bewusst mal eure Beine.
Such einmal in jedem Ort,
mit Wanderstab ein neuen Hort.
Lernt mit Blasen an den Füßen,
fremde Menschen wieder grüßen.
Wenn in uns wieder sich vollzieht,
was die Natur den Menschen riet.
Dann stoppt den Fortschritt dieser Welt,
der Einklang wird dann hergestellt.
Doch ihr tötet mit Behagen,
diesbezüglich alle Fragen.
Du Welt hast deinen Trumpf gehabt,
ich bin nur hinterher getrabt,
ward deiner Richtlinie gerecht,
doch der Wille war nie echt.
Ich wollte das Herze und Seele im Reigen,
tänzelnd sich ihr Antlitz zeigen.
Vielleicht hätte ich es ach so gern,
zu springen jetzt zum nächsten Stern,
wo mir das atmen leichter fällt,
und neue Hoffnung mich erhellt.
Ich bring den Mut zum Sprung jetzt auf,
wer von euch kommt mit herauf?




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