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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 334 mal aufgerufen
 Karl-Heinz Fricke Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
karl-heinz fricke
Beiträge: 655 Hausfreund/in




31.05.2007 05:35
Der Stein antworten
Da liegt er mäuschenstill und ruht,
er ist nicht bös' und auch nicht gut.
Doch immer ist er da, ganz still,
sein Schweigen ist nach seinem Will'.

Obwohl er gar nicht sich bewegt,
sich nicht zu Gefährten legt,
scheint er zufrieden immerdar,
denn er ist für ewig da.

Menschen kommen, Menschen gehen,
er jedoch bleibt stets bestehen.
Kaum beachtet am Wegesrand,
ergriff ihn eine Knabenhand.

Hoch flog er in den Apfelbaum
ein Apfel war des Buben Traum.
Im hohen Grase fiel er nieder,
und der Knab' fand ihn nicht wieder.

Leider lag er auf der Nase,
verborgen gut im grünen Grase.
Wielange wird er dort wohl liegen,
stets umschwärmt von ein paar Fliegen.

Als des Grases Schnitter kam,
er den frechen Feldstein nahm,
warf ihn hin zum Friedhof nah,
wo grad ein Mann am graben war.

Als man den Sarg versenkte,
dem Stein man keine Achtung schenkte.
Er lag dem Grabe gar zu nah
und plötzlich war er nicht mehr da.

Nach einer dreißig Jahre Zeit
war es dann so weit.
Man entfernte Schicht um Schicht,
der Stein kam wiederum ans Licht.
Janet
Beiträge: 242
Kenner




07.06.2007 22:53
RE: Der Stein antworten

Stimmt, lieber Karl-Heinz...den Stein wird es immer geben. Er wird nur in einer milliarden Jahre fernen Zukunft seine Zustandform ändern.

Wir sind Kinder der Sonne...ebenso wie der Stein.

Ein schönes und sehr nachdenklich stimmendes Gedicht, welches zum philosophieren über das Leben und das unserer Sonne verführt. Jedenfalls für mich...

Lieber Gruß
Janet




Lächeln ist wie ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist.

(aus Russland)



karl-heinz fricke
Beiträge: 655 Hausfreund/in




08.06.2007 04:15
RE: Der Stein antworten

Ich danke dir, liebe Janet.
Du hast den wahren Sinn dieses Gedichtes erkannt.....aber wer möchte schon gerne ein Stein sein?
Ich danke dir.
Liebe Grüße,
Karl-Heinz

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