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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 372 mal aufgerufen
 Biggi
Biggi Offline

Administratorin


Beiträge: 2.524

22.06.2007 00:17
Hinter offenen Türen Zitat · antworten



Hinter offenen Türen



Große, leerschwarze Kinderaugen
Das Püppchen an der zierlichen Hand
Beschmutzt das Kleidchen und zerknittert
Lag sie an der trostlosen Wand
~
Stumme Schreie der Kinderseele
Erstickt bevor das Leben begann

Feig’ weggeschaut und still ignoriert
Was kümmert uns denn das Nebenan?

Ob sie je wieder lachen kann?
***


Text: © Birgit Lüers
Foto: © Wolfgang Merkle

wolfgang m. Offline


In Memoriam


Beiträge: 760

22.06.2007 09:13
#2 RE: Hinter offenen Türen Zitat · antworten

Da möchte ich erst noch andere Kommentare hören, bevor ich mich äußere.

Gruß Wolfgang


Heike Offline




Beiträge: 1.177

24.06.2007 14:41
#3 RE: Hinter offenen Türen Zitat · antworten

Gewiss...
aber es dauert sehr, sehr lang...

bedrückte Grüße,

Heike


Du hast es beeindruckend geschrieben...und das Foto...genial...


Das Leben und dazu eine Katze, das gibt
eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse-
[small]

Biggi Offline

Administratorin


Beiträge: 2.524

24.06.2007 20:30
#4 RE: Hinter offenen Türen Zitat · antworten



ohne Worte, Heike....
komm mal her....

wolfgang m. Offline


In Memoriam


Beiträge: 760

01.07.2007 22:37
#5 RE: Hinter offenen Türen Zitat · antworten

Hallo Biggi,

ein Beispiel, wie ein Bild auch für denjenigen, der es aus vollkommen anderen Beweggründen aufgenommen hat, plötzlich einen ganz anderen Inhalt bekommt.

Ich hatte ein Bild vor mir, frei von perspektivischen Linien, die Tiefe erzeugen würden. Die Tiefe des Bilds entsteht nur durch die Größenzuordnung (Fenster-Türscharnier z.b.). Damit das Bild auch für jemanden, der diesen Raum kennt, doch neu und interessant erscheint, habe ich die Kamera zur Aufnahme auf dem Boden abgestellt. So entsteht ein Blickwinkel, den ein Besucher dieser Villa normalerweise nicht hat.

Dieser tiefe Standort, deckt sich mit der Wahrnehmung des Raums, welches das an der Wand kauernde Kind haben müsste.
Die Kälte der scheinbar menschenleeren Räume, das Nichtvorhandensein von Mobiliar, die Stilbrüche - alles das sind Synonyme für die Einsamkeit, die Verzweiflung und die Ohnmacht, welche das Kind empfunden haben muss.
Sehr einfühlsam, wie Du das Bild inhaltlich interpretiert hast.


Gratulation zu diesem Meisterwerk

Wolfgang


Biggi Offline

Administratorin


Beiträge: 2.524

17.07.2007 23:32
#6 RE: Hinter offenen Türen Zitat · antworten
Hallo Wolfgang,
nun endlich will ich dir antworten...

Diese Aufnahme hat mich sofort gefangengenommen,
als ich sie zum ersten mal angeguckt hab.
Schon wirklich innerhalb der ersten Sekunde
hatte ich dieses Bild vor mir - sah ich dieses Mädchen dort...
dunkle Haare und tränenschwarze, leere Augen in einem blassen Gesichtchen...

Für mich ein wundervolles, faszinierendes Bild das ganze Geschichten (wenn auch traurige) erzählt.
Herzlichen Dank und liebe Grüße
Biggi
 Sprung  
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