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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Peter Bochanan
Peter Bochanan Offline




Beiträge: 282

21.08.2007 10:42
Die verschworenen Vier --- das Geheimnis der Gartenlaube Antworten
Liebe Kurzgeschichtenfreunde!

Heute möchte ich euch einmal zwei Auszüge aus meinem Kinder- und Jugendbuch (noch nicht erschienen) vorstellen. Die Geschichten erzählen die Abenteuer, die vier Freunde (Claudia, Wilma, Sigi und Kurt) im Alltag erleben. Da die Vier durch dick und dünn gehen und jeder für den anderen einsteht, habe ich sowohl die Truppe, als auch das Buch "Die verschworenen Vier" genannt. Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß daran. Hier also die erste Geschichte der "verschworenen Vier"



Der Sommer neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu und das bedeutete nicht nur, dass der Herbst kam, sondern auch, dass für manche Früchte die Erntezeit anbrach. Deshalb, und weil sie einkochen wollte, hatte Claudias Mutter die ganze Truppe zusammengetrommelt, damit diese sich im Schrebergarten um die Apfelernte kümmern konnten. Wilma, Sigi, Kurt und Claudia trafen sich auf dem Marktplatz. Alle waren sie mit Bastkörben und stabilen Plastiktüten bestückt damit sie die ganzen Äpfel, die sie gleich pflücken würden, auch heil zu Claudias Mutter bringen konnten.

Sie war nicht nur bei den Kindern bekannt für ihren Apfelkompott und dem herrlich süßen Apfelsaft, den sie dann alle fast den ganzen Winter über genießen konnten. Die Kinder radelten gemütlich zur Schrebergartenkolonie und stellten ihre Räder direkt vor dem Schrebergarten von Claudias Eltern an den Gartenzaun. Dann schloss Claudia das Tor auf und sie gingen hinein.
Kurt und Sigi holten die große Leiter aus dem Schuppen und stellten sie an den großen Baum. Insgesamt gab es drei Apfelbäume im Garten, einen Großen und zwei Kleinere. Die vier hatten unterwegs beschlossen, dass die Mädchen sich um die kleineren Bäume kümmern sollten, während die Jungs auf die Leiter kletterten, um den großen Baum abzuernten. Von dem großen Baum aus hatten die Jungs einen tollen Blick über fast die gesamte Kolonie.

Als Erstes pflückte sich jeder der Jungs einen Apfel und biss herzhaft hinein, das war die Pause vor der Arbeit. Als die Mädchen das sahen, riefen sie den Jungs zu: "He, ihr sollt nicht naschen, ihr sollt sammeln. Das, was ihr jetzt schon esst, geht uns im Winter alles an Saft und Kompott verloren." Kurt war um eine Antwort nicht verlegen und rief den Mädels zu, "wir wollten nur mal testen, ob die auch wirklich schon reif sind. Dann bekommt ihr eben im Winter etwas weniger, ihr Mädchen müsst ohnehin immer auf die Figur achten und in all den leckeren Sachen die deine Mutter macht Claudia ist reichlich Zucker, also gar nicht gut für die Figur."

Alle lachten über den coolen Spruch von Kurt und machten sich wieder an die Arbeit. Die Jungs hatten es sich in den Ästen bequem gemacht und langten mal nach rechts und mal nach links, um die Äpfel von den Ästen zu pflücken. Ab und zu ruhten sie für einen Moment die Arme aus. In einem dieser Momente schaute Sigi auf den Garten, der als Übernächstes in der Reihe kam, und fragte Kurt: "Sag mal weißt du, wem der verwilderte Garten da hinten gehört? Der sieht ja vielleicht schlimm aus. Da wächst ja alles kreuz und quer."

"Claudia hat mir mal erzählt, das der einer alten Dame gehört, die nicht weit von ihr entfernt wohnt. Seit vor einem halben Jahr deren Mann gestorben ist, verweilt sie nur noch selten hier. Sie kann sich nicht mehr so gut bewegen und die Gartenarbeit erledigen meistens ihre Kinder, wenn sie Zeit haben. Im Sommer hat die Frau öfter vor dem kleinen Gartenhäuschen gesessen und die Sonne und die Ruhe hier genossen. Ich hab sie ein paarmal gesehen, als ich Claudia besucht hab."
"Dann muss sie jetzt aber auch da sein" entgegnete Sigi. "Wieso das", fragte Kurt, "es steht kein Stuhl vor der Laube und das Tor ist auch verschlossen, da ist bestimmt niemand." Kurt machte sich wieder an die Arbeit aber Sigi blieb bei seiner Behauptung.

"Ich habe gerade ganz genau gesehen, dass sich der Vorhang vor dem Fenster bewegt hat, die alte Dame ist bestimmt da." Kurt hörte erneut mit dem Pflücken auf und konzentrierte sich auf die undurchsichtige Gardine, die keinen Blick in das Innere der Laube zuließ. Mehrere Minuten schaute er hinüber, aber es war nicht die kleinste Bewegung zu sehen. "He ihr beiden, habt ihr keine Lust mehr oder warum sitzt ihr einfach nur auf dem Baum rum?“ Die das fragte war Wilma, sie hatte die Jungs von ihrem Baum aus beobachtet. "Klar doch, geht sofort weiter" rief Kurt zurück "Sigi hat nur gerade Gespenster gesehen. Er war der Meinung, dass sich drüben bei der alten Dame die Gardine bewegt hat, aber ich kann nichts sehen."

Bald waren die Körbe und Tüten gefüllt und es passte nirgends mehr etwas hinein. Deshalb brachten die Jungs die Leiter wieder in den Schuppen und verschlossen diesen. Dann packte jeder seinen Korb oder Tüte und sie verließen den Garten, um nach Hause zu fahren.
Bevor Sigi auf sein Rad stieg, ging er ein Stück den Weg hinunter und blieb vor dem Tor des Gartens der alten Dame stehen. Kurt war ihm gefolgt und wollte ihn gerade zurechtweisen wegen seiner Hirngespinste da sah er, das Sigi auf den Boden zeigte. Dort sah man ganz deutlich frische Fußspuren, die am Tor der alten Dame endeten und, oh Wunder, direkt dahinter wieder begannen. Kurt sah Sigi ernst an.

"Hier stimmt was nicht, schau dir die Fußspuren doch mal genau an. Das ist mindestens Größe 44. Die alte Dame ist vielleicht 1.60 m groß, die hat niemals so große Füße. Vielleicht hat hier jemand eingebrochen um sich mit Lebensmitteln zu versorgen oder weil er gedacht hat, hier wären Wertgegenstände abzuräumen." Die Mädchen wurden schon ungeduldig und riefen zu den beiden Nachzüglern hinüber: "He ihr zwei, nun kommt schon. Was macht ihr denn da so lange? Wir wollen nach Hause, das Zeug ist verdammt schwer." Sie liefen zu den Mädchen hinüber und auf dem Weg zur Straße erzählten sie ihnen was sie gerade gesehen hatten.

"Das hört sich aber unheimlich an Kurt. Bitte lass uns diesmal nicht einschreiten, ich habe Angst“, sagte Claudia, "wir sollten es meinen Eltern erzählen und schauen, was die dazu sagen." Sie schauten alle vier noch einmal zurück und jetzt hatten sie es alle gesehen. Gerade als sie sich zu der Laube drehten, ließ jemand die Gardine los und sie sahen, wie sich diese bewegte. "Ich habe doch gesagt, da ist einer drin" ereiferte sich Sigi "was machen wir nun?“ Kurt überlegte kurz, dann hatte er sich entschlossen.

"Die Mädels warten hier vorn und schauen das derjenige nicht abhaut. Sigi und ich fahren auf die Rückseite der Laube und passen da auf. Ich rufe unterwegs die Polizei an damit sie einen Wagen vorbeischicken und die Beamten sich die Laube mal näher ansehen." Gesagt, getan. Die Jungen machten sich auf den Weg und die Mädchen suchten sich indes einen sicheren Ort zum Beobachten. Der Beamte in der Leitstelle hörte sich an, was Kurt zu erzählen hatte. Mittlerweile waren die verschworenen Vier auch bei der Polizei bekannt und bis jetzt hatte immer alles gestimmt, was die erzählt hatten. Also hängte sich der Beamte an den Funk und schickte zwei Wagen los. Zu Kurt sagte er: "Die Kollegen sind unterwegs. Tut mir bitte einen Gefallen, wenn ihr irgendetwas seht, haltet euch zurück und greift nicht ein. Das könnte gefährlich werden. Sagt es den Beamten, wenn sie eingetroffen sind." Kurt hatte verstanden.

Sie bezogen hinter der Laube der alten Dame Posten und rührten sich nicht von der Stelle. Von hinten zu entkommen war, wie die beiden schnell sehen konnten, unmöglich, denn hier hinten gab es weder Tür noch Fenster. Deshalb rief Kurt über sein Handy nochmals bei der Polizei an und teilte das dem Beamten mit dem er eben schon gesprochen hatte mit. So wussten die Polizisten, dass sie sich nur auf die Vorderseite zu konzentrieren brauchten. Die Jungs blieben trotzdem hinter dem Haus auf der Lauer. Es dauerte keine fünf Minuten da war die Polizei schon mit zwei Wagen vor Ort. Die Beamten schickten die Mädchen zurück auf die Straße, weil sie ja nicht wussten, wer sich da in der Laube verbarg. Vorsichtig schlichen sich die Beamten bis ans Tor vor und während zwei Beamte mit ihren Pistolen die Tür und das Fenster sicherten, sprangen die anderen beiden über den niedrigen Zaun und nahmen hinter Bäumen Deckung. Dann rief einer der Beamten: "Achtung, hier spricht die Polizei. Sie sind umzingelt. Kommen sie mit erhobenen Händen heraus, ganz langsam. Sie haben 10 Sekunden Zeit, ansonsten stürmen wir. Dies ist unsere letzte Aufforderung."

Einen Moment lang blieb es still aber plötzlich ertönte eine Stimme aus dem Inneren der Laube:
"Bitte nicht schießen, ich ergebe mich. Ich komme raus aber bitte nicht schießen."
Langsam öffnete sich die Tür der Laube und als Erstes kamen zwei erhobene Hände zum Vorschein. Dann folgte ein ganzer Mann, der langsam auf die Beamten zuging. Die zwei Beamten, die sich hinter den Bäumen versteckt hatten liefen, zu dem Mann hin und legten ihm Handschellen an. Dann führten sie ihn ab. Zuvor aber riefen sie den Jungs hinter dem Haus noch zu das alles erledigt wäre und sie jetzt wieder zu den Mädels gehen könnten, die sie auf der Straße erwarteten. Kurt und Sigi atmeten auf und machten sich auf den Weg.

Als sie bei den Mädchen an der Straße eintrafen war ein Wagen mit dem Mann der sich in der Laube versteckt hatte schon weg. Der andere Wagen war noch da und die Beamten erwarteten die Jungs schon.
"Das habt ihr fabelhaft gemacht. Der Kerl, der sich da versteckt hatte, ist letzte Woche aus dem Gefängnis ausgebrochen. Hat 9 Jahre abzusitzen wegen Kidnapping. Ein Glück, das ihr nicht selber etwas unternommen habt. Ich glaube da ist mal wieder ne Belobigung fällig und vielleicht gibt es ja mittlerweile auch ne Belohnung für den Kerl. Wenn wir was hören, lassen wir es euch wissen."
Damit verabschiedeten sich die Polizisten und fuhren los. Die Vier machten sich aber nun endgültig auf den Weg zu Claudias Eltern. Die Mutter würde bestimmt schon warten, damit sie mit dem Einkochen und Entsaften anfangen konnte. Ein Glück, das Sigi so gut aufgepasst hatte, was wäre wohl passiert, wenn die alte Dame dem Kerl über den Weg gelaufen wäre?????


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Peter Bochanan

RUBI Offline

Amateur


Beiträge: 91

14.10.2007 21:37
#2 RE: Die verschworenen Vier --- das Geheimnis der Gartenlaube Antworten
das wird was!!!
ich drücke dir die Daumen für dein Vorhaben - spannende Lektüre
sicher nicht nur für Jugendliche!

Liebe Grüße RUBI
Du kannst hinfallen - aber du mußt IMMER WIEDER aufstehen!!!

Peter Bochanan Offline




Beiträge: 282

14.10.2007 22:18
#3 RE: Die verschworenen Vier --- das Geheimnis der Gartenlaube Antworten

Hallo Birgit,

erstmal danke fürs lesen und es freut mich, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Du hast Recht, das Buch ist zwar als Kinder- und Jugendbuch geplant, aber es ist für kleine und große Kinder gedacht. Es werden auch weitere Abenteuer der Vier folgen.

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Peter Bochanan

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