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Heike
Beiträge: 1.177

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| 09.10.2007 22:12 |
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| Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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Hallo ihr lieben Poeten! 
Nun beginnt sie, die Umfrage zum Gedicht des Monats SEPTEMBER!
Die Auswahl war wieder mal nicht einfach, aber wem sag ich das... IHR habt ja fleißig mitentschieden und dafür sagen wir euch
ein großes, großes DANKESCHÖN!!!!!!!!!!!! 
Nun wünschen wir euch viel Spaß und Freude bei der Wahl, damit wir auch in der nächsten Woche, nämlich genau am 16. Oktober, die endgültige Gewinnerin oder den Gewinner (denn Sieger seid ihr alle!) küren können!
Und nun folgen die Gedichte unserer Teilnehmer:
1. Lieber Gott - Elke Dutschun
Lieber Gott, erhöre mich, schick uns Liebe und auch Licht. Lass es in die Herzen scheinen, lass die Menschen sich vereinen.
Lass die Menschen sich verstehn, ehrfürchtig den andern sehn, lass die Kinder nicht mehr weinen, lass die Sonnen für sie scheinen.
Lass Frauen wieder Mütter sein, befreie uns von Schmerz und Pein, sende Engel auf die Erde, dass sie wieder heller werde.
Lass die Menschen wieder glauben, nie mehr morden und auch rauben, lass sie wieder fröhlich sein, dass keiner einsam und allein.
Lieber Gott, ich bitte dich, fleh dich an, erhöre mich. Schenk uns wieder deine Liebe, auf dass sie nun für immer bliebe.
2. Seelentröster Wald - Reimund Schön
Seid frühester Kindheit ist mir vertraut, mein guter Freund, der Seelentröster Wald. Die grüne Lunge, Atem des Lebens, Ort der Besinnung, Wächter über Wahrheiten, verschwiegener Zeuge, Heiler frischer Wunden, Zufluchtsort mit Kummerbauch. In Augenblicken, in denen ich glaube den Boden unter den Füssen zu verlieren, finde ich hier meine Wurzeln, schöpfe neue Kraft aus der Stille der Vielfalt, umarme demütig Bäume, fühle mit jeder Faser meines Körpers, ich bin Daheim.
3.Kindertage - Sonja Rabazza
Gehe ich so in Gedanken in meiner Zeit zurück sehe ich ein Mädchen tanzen träumend vom großen Glück
Mit Großpapa und Netz und Angel frühmorgens schon im Boot Vor Maden, Würmern keine Bange Schweigen hieß das Gebot
Im alten Kahn im Fluss gerudert so manche Sommertage Geschwommen um die Wette gesiegt so viele Male
Eis und Kälte im harten Winter die Schlittenfahrt im Schnee Schlittschuhlauf der vielen Kinder auf zugefrorenem See
Als Spielplatz dienten Wald und Hecken hier tobten wir uns aus Im Baumhaus wir uns dann versteckten führten manchen Streich wohl aus
Im Herbst wir dann Kartoffeln suchten auf des Bauern Feld Malzkaffee mit Brot und Kuchen wurd als Lohn uns hingestellt
Im kleinen Haus unter Pappelbäumen war ich so gern zu Haus Doch das Plumpsklo hinter Gartenzäunen war für mich der wahre Graus
4. Stille Tränen - Sandra Fenner (Heggse)
Efeu rankte an der Mauer, Sonne schien durch Wolken kaum. Schritt vorbei an Kreuzes Trauer und dem großen Lindenbaum.
Riesig dieser Kirchplatz war. Mitten in dem hektisch Treiben hörte Vögel man sogar. Ja, hier wollt ich gerne bleiben.
Verharren nur ein paar Minuten an des Lindesbaumes Bank. Doch dann müsste ich mich sputen! Was macht mich dieser Stress so krank!
Schloss die Augen und schon rannen Tränen über mein Gesicht. Wischte sie ganz schnell von dannen - Weinen wollte ich jetzt nicht
Saß allein dort in dem Stillen, stierte nur so vor mich hin. Ohne jeden Lebenswillen, ohne Hoffnung ich doch bin.
Plötzlich war als sprach zu mir jemand leis ins Ohr hinein: „Liebes Kind, ach glaube mir: Niemals lass ich dich allein.
Sehe dich – tagaus,tagein – Geduldig still dein Tagwerk tun und in deinem Kämmerlein meistens nicht genügend ruhn.
Seh den Streß, die bösen Zungen, Worte die verletzen gar. Viel Kritik zu dir gedrungen, Verleumdungen, die niemals wahr.
Doch es kommen bessre Tage und bedenke nebenbei, wenn du gehst, die tiefe Klage und Tränen deiner Kinder zwei.“
Da sitz ich nun, Gesicht verborgen, weiß nicht wie ichs schaffen soll. Denke bangend an das Morgen Hoffnungslos und Sorgenvoll.
Plötzlich spüre ich ganz sachte wie der Wind mein Haar mir streift. Hoffnung er mir wieder brachte und auch meine Hände greift.
„Ich werd dir helfen alle Tage!“ hör ich noch vor Tränen blind. „Warum?“ entgleitet mir die Frage. „Ich liebe Dich mein liebes Kind!“
5. Liebe ist... - Heike Kijewsky
Friedlich mit dir einschlafen zu dürfen, ist für mich der größte Trost für alle Niederlagen des Tages. Es überkommt mich ein Gefühl des Friedens und der Stille… ich bin unantastbar für den Rest der Welt. Alle Last von meinen Schultern lege ich in deinem Schoß und zurück kommt ein warmer Hauch von Verstehen und Akzeptanz. Gemeinsam erreichen wir des Schlafes Ruh’… und morgens, gehen wir mit neuer Energie dem Tag entgegen…
6. Ich möchte dich halten - Anette Esposito
Ich möchte dich halten, drum komm auf mich zu, bedrücken dich Sorgen und fehlt dir die Ruh. Verharre nicht länger, der Weg ist nicht weit. Ich bin für dich da und hab stets für dich Zeit.
Verlassen dich Freunde, fühlst du dich verletzt, so lass es mich wissen, gleich hier und auch jetzt. Ich werde dich halten mit liebender Kraft verstehen und lindern was Leiden dir schafft.
Komm zu mir, ich bitt dich und eile geschwind. Ich will dich beschützen, mein ängstliches Kind. Sei stille und schau in die Blätter im Wind, getragen von Zweigen, die stark genug sind.
Erblickst du, dort oben im mächtigen Baum, da wiegt es sich sachte, man sieht es auch kaum, in Ästen voll Laubes, hast du es geschaut?, Dort hat sich ein Buchfink ein Nestchen gebaut.
Es sitzt zwischen Ästen, von Zweigen bedeckt, verborgen vor Feinden, vor Blicken versteckt und kommt mal ein stürmisches Brausen daher, dann wiegt sich das Nestchen im Sturm hin und her.
Doch sitzt es behütet von Zweigen umfasst im Schutze des Baumes auf knöchernem Ast. Ich halt dich genauso mit schützendem Sinn, weil ich dich so liebe und Mutter dir bin.
7. Kaltes Herz - Shania
Manch einer wünscht sich Verständnis und sehnt sich nach Liebe. Nach einem offenen Ohr, um seine Lasten los zu werden. Sehnsucht nach Gefühlen, die selbst nicht einmal in ihnen wohnen.
Kaltes Herz, selbstsüchtig, ich bezogenes Wesen. Kaltes Herz, Kühle, berechnende Taten, kalte Worte auf Distanz. Egoistisch, nur auf sich selbst bedacht, kaltes Herz, schlägt fremde Takte. Fremde Takte, keine Liebe, Gefühle nur für sich selbst. Kaltes Herz, du armes Wesen, du armes Wesen, du kaltes Herz.
8. Herbstschmerz - Ugi
Wenn am Morgen Nebel steigen, dann beginnt der Jahresreigen. Es wird Herbst, das steht jetzt fest, diese Zeit gibt mir den Rest.
Bäume die vor kurzer Zeit trugen noch ein grünes Kleid, machen Striptease nach und nach, Blätter fallen, ohne Krach.
Auf dem Boden sammeln sich Blätterhaufen, fürchterlich. Mit dem Rechen weg geputzt, als Kompost noch gut genutzt.
Auch ein Igel macht sich ran, das ein Nest er bauen kann. Pilze werden noch gesucht, über Matsch man richtig flucht.
War zu kurz die Sommerzeit, auch umsonst das neue Kleid. Werde alle warmen Sachen, für Verwendung fertig machen.
Herbstzeit ist für mich nicht schön, würde lieber baden gehen. Wenn es draußen trüb und grau, wird’s mir in der Seele flau.
Doch auch diese Zeit vergeht, wie es im Kalender steht. Winterszeit noch gut verbracht, uns der Frühling wieder lacht.
Ist es endlich Sommer dann fängt für mich das Leben an. Leider heißt es darauf warten, lege mir so lang die Karten.
9. In Mutter Ehrfurchts Arm - Birgit Luers
Geheimnisvolle Sommerhitze hielt mich an zu dieser Rast an der Tür dort - eine Ritze - und so hab ich Mut gefasst diesen alten schwarzen Schuppen - gezeichnet er vom Leben war, als ein Fundstück zu entpuppen …und mir wurde sonderbar als den steinern’ Türverschluss mühsam ich beiseite schob voll Erwartung und Genuss tief atmend ich mich dann erhob.
Der Weg war frei, der Stein entfernt und im Sand nur seine Spur als Kind schon hatte ich gelernt bei Neugier, da hilft eines nur – du musst sie stillen, musst bedenken jeder Schritt bringt neues dir ich fühlte Spannung, konnt’ sie lenken ja, nun war sie wieder hier. So schob die Tür ich langsam auf und das Atmen fiel mir schwer in meiner Hand den alten Knauf stand ich im gleißend’ Lichtermeer.
Eingefror’n zwischen der Zarge die Welt um mich herum ganz karge. Das Herz laut pochend - kaltwarm’ Schauern entlang des Rückens, ganz hinab drang Ehrfurcht hinter Körpermauern, als ich den Glanz gesehen hab.
10. Paradiesischer Wonnegarten - Herta Nettke
Wenn die Liebe im Reigen der Zärtlichkeit über dem Garten der Gefühle schwebt
und weiche Hände rote Blüten auf meine Haut streicheln,
Liebesworte Rosenmeere in mein Ohr flüstern,
dann trage ich das Paradies in meinem Herzen.
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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Heggse
Beiträge: 369
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| 10.10.2007 08:57 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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Ähm... Heike???? Wir haben OKTOBER!!!! Nicht September 
...Huch... da steh ich ja auch zwischen...

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Heike
Beiträge: 1.177

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| 10.10.2007 09:10 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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Das ist korrekt lieber Heggse, aber wir können die Wahl ja immer nur rückwirkend vom letzten Monat machen, denn der Monat OKTOBER hat ja jetzt erst angefangen 
wenn du noch Fragen hast, frag! 
lieben Gruß und ich hoffe du hast schon deine Stimme abgegeben!  
Heike
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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Heggse
Beiträge: 369
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| 10.10.2007 10:02 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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In Antwort auf: Nun wünschen wir euch viel Spaß und Freude bei der Wahl, damit wir auch in der nächsten Woche, nämlich genau am 16. September, die endgültige Gewinnerin oder den Gewinner (denn Sieger seid ihr alle!) küren können!
Muss DAS nicht Oktober heißen? *dummfrag*

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Heike
Beiträge: 1.177

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| 10.10.2007 11:25 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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Meine Güte, meine Güte, das letzte Wort behält eben doch die Heggse 
danke!
Lieben Gruß,
Heike 
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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Heike
Beiträge: 1.177

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| 16.10.2007 07:35 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats SEPTEMBER |
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Hallo ihr Lieben! 
Wir sind super super froh über eine so rege Teilnahme! 
Weiter so!
"Nachzügler" können bis heute abend noch ihre Stimme abgeben! 
Habt vielen Dank und dann bis später! 
Lieben Gruß
das 
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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