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 Peter Bochanan
Peter Bochanan Offline




Beiträge: 282

19.10.2007 16:47
Komm in mein Bett, die Erste Antworten
Diese Geschichte ist eine der Geschichten, die ich beim Richmond - Verlag eingereicht habe für die Anthologie "Komm in mein Bett". Ich hoffe, sie bereitet euch ein wenig Freude.


Himmlischer Orgasmus


Kennengelernt hatte Gisela ihn auf dem Bahnhof. Da sie dort morgens immer 20 Minuten Aufenthalt hatte, bevor sie ihren Regionalzug nach Mannheim bekam, ging sie in eine Kaffeestube und gönnte sich ein Tässchen. Eines Morgens hatte er am Nebentisch gestanden, ca. 1,85 m groß, braungebrannt, athletische Figur und Augen, in denen man so tief fallen konnte, dass es wahrscheinlich Jahre dauern würde, bis man den Grund erreicht hatte. Diese Augen waren mit Blau des blauesten Meeres vergleichbar.
Sein dunkelbraunes Haar glänzte, als würde es ein Heiligenschein umgeben. Seine sinnlichen, fein geschwungenen Lippen gaben beim Lächeln 2 Reihen strahlend weißer Zähne preis und Gisela hatte sich schon oft dabei ertappt, dass sie die Lippen…… „Hauptbahnhof, alles aussteigen, hier ist Endstation.“ Im ersten Moment wusste Gisela nicht, wo sie sich befand. Als sie das dann realisiert hatte, packte sie schnell ihre Tasche vom Nebensitz und verließ den Bus, der sie von zu Hause hierher gebracht hatte.

Schnellen Schrittes betrat sie die Bahnhofshalle und steuerte zielsicher auf die Kaffeestube zu. Nachdem sie diese betreten hatte, schaute sie sich als erstes verstohlen um, ob sie ihren Adonis irgendwo erblicken konnte. Ein wenig Enttäuschung machte sich in ihr breit, denn außer einem älteren Herren und 2 Jugendlichen, die an einer Cola herumnuckelten, war niemand zugegen. Gisela bestellte ihren Kaffee mit 3 Stück Zucker und einem guten Schuss Milch und stellte sich dann an ihren anges-tammten Platz. „Wie kommst du naive Ziege überhaupt auf den Gedanken, dass dich dieser traumhafte Mann auch nur jemals mit dem A…. anschauen würde?“, sagte sie zu sich selbst. Gisela war wohl eher die Allerweltsfrau. Mit 1,65m Körpergröße und 68 Kilo, die sie auf die Waage brachte, war sie ihrer höchsteigenen Meinung nach leicht übergewichtig.

Sie fand an ihren rehbraunen Augen nichts Besonderes und auch ihr dunkelrotes Haar, das in langen, wilden Mähnen fast bis zur Mitte ihrer Wirbelsäule reichte, konnte, so dachte sie sich, niemanden von den Sitzen reißen. Gisela schaute auf ihre Armbanduhr und erschrak. Vor lauter Träumen hatte sie fast die Zeit vergessen. Jetzt aber los und die Beine in die Hand genommen. So gerade eben noch erreichte sie ihren Zug, bevor sich die Türen schlossen und dieser sich mit einem Ruck in Bewegung setzte.
>Was ist wohl mit ihm, dass er heute gar nicht da war<, dachte Gisela bei sich. Der Zug war relativ gut besetzt, sodass Gisela erst im dritten Waggon einen Sitzplatz fand. Sie stellte die Handtasche neben sich und entnahm ihr ein Buch, das sie Tags zuvor auf dem Heimweg in einer Bibliothek in der Stadt gekauft hatte. Nach einigen Zeilen jedoch bemerkte sie, dass sie sich nicht richtig konzentrieren konnte. So klappte sie das Buch wieder zu und steckte es in die Tasche zurück.

Das monotone Rattern der eisernen Räder wirkte irgendwie beruhigend auf Gisela und so schloss sie die Augen, Ihre Station verpassen würde sie nicht, denn seit ihr das vor ca. einem Jahr einmal passiert war, stellte sie sich immer den Wecker ihres Handys, nur so für den Fall aller Fälle. Plötzlich hörte sie eine Stimme sagen: „Guten Morgen, entschuldige das ich jetzt erst komme, ich habe verschlafen.“ Gisela drehte sich um und da stand er, ihr Traummann in seiner ganzen Schönheit. „Ich habe mir schon Sorgen gemacht, komm setz dich doch.“ Er überreichte ihr einen Strauß roter Baccara Rosen, die sie sogleich in die Küche brachte und in eine Vase stellte.

Dann ging sie zurück ins Wohnzimmer und setzte sich neben ihn auf die Couch. Sie sahen sich an, ohne etwas zu sagen. Dann legte er zärtlich den Arm um sie und seine Lippen fanden die ihren. Während sie seufzend zurücksank, begann er, ihre Bluse zu öffnen --- Knopf für Knopf, ganz langsam. Dann streifte er die Bluse ab, streichelte sanft ihre Schultern und ließ seine Hand zu ihren kleinen, festen Brüsten wandern. Während er sie massierte, wanderte seine Zunge ihren Hals entlang, bis er ihre Brustwarzen erreichte.

Dort verweilte er ein wenig und bedachte beide Brüste mit Zärtlichkeit. Nervös fingerte Gisela indessen am Gürtel ihrer Hose. Sie konnte es nicht mehr erwarten, bis er sie nahm. Ohne sich voneinander zu trennen, zogen sie sich gegenseitig aus. Dann hob er sie in seine Arme und trug sie hinüber ins Schlaf-zimmer. Dort ließ er sie aufs Bett sinken und legte sich neben sie. Abermals ging seine Zunge auf Wanderschaft, suchte sich ihren Weg über den Bauch und arbeitete sich langsam vor zu den Innenseiten ihrer Schenkel. Als deren Spitze die Klitoris berührte, stöhnte sie auf und ihr Unterleib schob sich ihm entgegen. Voller Ungeduld zog sie seinen Kopf zu sich hoch und unter heißen und leidenschaftlichen Küssen drang er in sie ein. Sein Glied war derart angeschwollen, dass sie das Gefühl hatte, nicht genug Platz in sich zu haben für ihn. Das aber täuschte, denn sie fühlte mit jeder seiner Bewegungen die Feuchtigkeit in sich hochsteigen. Ihre Gier nach ihm war grenzenlos und so erhöhte sie den Takt und fieberte dem Orgasmus entgegen und als dieser dann kam, war es, als ob tausende Feuerwerkskörper in ihrem Kopf explodierten. Ein heiseres, gutturales, lang anhaltendes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle.

Sie fiel, ohne sich Sorgen zu machen, dass sie irgendwann aufschlagen und sich verletzen würde. Während des Fallens hörte sie eine Glocke und ihr Unterbewusstsein signalisierte ihr, dass das soeben ein himmlischer Orgasmus gewesen war. Selbst als ihre Körper dann schweißbedeckt, schlaff und kraftlos nebe-neinander lagen, dröhnte die Glocke in ihrem Kopf weiter. Woher kam dieses Läuten? Gisela drehte den Kopf.

Als sie die Augen öffnete, schaute sie verdutzt in die Gesichter von bestimmt 30 Fahrgästen, die sich um sie geschart hatten. Einer der Beobachter, ein junger Mann, so Mitte 20 vielleicht, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Da wusste Gisela schlagartig wieder, wo sie war. Mit hochrotem Gesicht und eine kaum zu verstehende Entschuldigung murmelnd griff sie schnell nach ihrer Tasche und verließ, beinahe schon rennend, das Abteil.

Copyright by Peter Bochanan 2007-10-14

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Das geschriebene Wort ist das Tor zur unendlichen Freiheit der Gedanken


Peter Bochanan

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