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 Peter Bochanan
Peter Bochanan Offline




Beiträge: 282

19.10.2007 17:00
Komm in mein Bett, die Zweite Antworten
Auch diese Geschichte liegt bereits für die Anthologie beim Verlag.


Der Wadenkrampf


Erst 14 Uhr, der Tag wollte und wollte einfach kein Ende nehmen, gerade heute, wo Freitag war. Ralf freute sich riesig auf den Abend. Elfriede, seit 9 Jahren seine Ehefrau, hatte als Einstieg ins Wochenende ein lauschiges Dinner angekündigt. So sehr Ralf auch gebohrt hatte, er bekam nicht heraus, was sich Elfriede ausgedacht hatte. Sollte sie etwa auch…. „Du Ralf, reich mir doch mal bitte deinen Locher rüber.“ Durch die Bitte seines Arbeitskollegen Martin wurde er aus seinen Träumen gerissen.
Mit gekonntem Schwung warf Ralf den Locher über den Schreibtisch und Martin fing ihn ebenso behende auf. Plötzlich zuckten beide zusammen, denn mit Schwung flog die Tür des Büros auf und der Chef hielt Einzug. „Hallo meine Herren. Es tut mir furchtbar leid, aber wir müssen heute eine Stunde länger bleiben. Der Auftrag, den sie gerade bearbeiten, muss heute noch fertig werden. Der Kunde hat mich eben darüber informiert, dass er die Unterlagen bis Montagvormittag braucht. Also richten sie sich bitte darauf ein.“

Mit graziösem Hüftschwung machte er kehrt und verließ den Arbeitsraum wieder. „Sch….weinerei, ausgerechnet heute. Hätte das nicht Zeit gehabt bis Montag? Ich wäre auch gerne eine Stunde früher gekommen.“ Ralf murrte noch eine Weile herum, ergab sich aber schließlich in sein Schicksal. Stattdessen griff er zum Telefon und rief Elfriede an. „Hallo mein Liebling. Ich habe eine schlechte Nachricht. Ich muss leider etwas länger arbeiten. Ich wollte dir nur Bescheid geben, nicht das du mit deinem, was immer du auch geplant hast, durcheinanderkommst. Was wolltest du gleich noch machen?“ Auf diesen billigen Trick allerdings fiel Elfriede nicht herein. „Du wirst schon sehen, ich verrate nix. Rufe mich bitte 20 Minuten bevor du Feierabend hast noch einmal an.“

Ralf versprach, es nicht zu vergessen und legte auf. Die Zeit zog sich dahin wie zähflüssiger Sirup, aber schließlich war es doch soweit. Um 20 Minuten vor 18 Uhr hatte Ralf sein Telefonat losgelassen und um punkt 18 Uhr sauste er wie von der Tarntella gebissen in Richtung Aufzug. Bevor er sein Auto aus der Tiefgarage holte, stattete er dem Blumengeschäft nebenan noch einen kleinen Besuch ab und erstand einen wunderschönen Strauß roter Rosen.

Den ließ er in Klarsichtfolie einwickeln und bat die Verkäuferin, ein Kärtchen an die Folie zu kleben mit der Aufschrift > Ich liebe dich<. Nun aber nichts wie nach Hause. Für die Fahrt brauchte er etwa 30 Minuten, denn sie wohnten am Stadtrand. Dort hatten sie in einer sehr ruhigen Siedlung ein schnuckliges Häuschen gekauft, in dem sie sich pudelwohl fühlten. Sie hatten nette Nachbarn, jeder kannte jeden und im Laufe der Jahre entwickelte sich eine Art Freundschaft untereinander. Als Ralf gerade den Hausschlüssel ins Schloss stecken wollte, öffnete sich die Tür und ihm blieb im wahrsten Sinne des Wortes fast die Spucke weg. Vor ihm stand seine heißgeliebte Elfriede in einem Traum von Nichts, das wohl als Kleid durchgehen sollte. Es bestand aus burgunderfarbener Seide und zeigt mehr, als es verbarg. Ralf konnte ganz deutlich die Brustwarzen erkennen, die spitz unter dem Kleid hervorstachen. Ralf hatte schon immer auf Elfriedes Brustwarzen gestanden. Bei diesem Anblick wollte er ohne lange zu überlegen am liebsten…. „Hallo Schatz, komm doch herein, bevor der erste Schneesturm losbricht, oder wolltest du draußen essen?“

Mit kokettem Hüftschwung drehte sie ab und wandte im Weggehen Ralf ihre knackige Kehrseite zu. Da erst bemerkte Ralf, dass seine Zaubermaus auch kein Höschen trug. Ohne einen Blick von den sich hebenden und senkenden Pobacken zu nehmen, stieß er die Tür mit dem Fuß ins Schloss und trabte hinter Elfriede her. Der Duft diverser Köstlichkeiten stieg ihm in die Nase. Bevor die Rosen in seiner Hand vertrocknen konnten, nahm Elfriede sie an sich und begab sich damit in die Küche, um sie in eine Vase zu stellen.

„Geh schon mal ins Wohnzimmer, ich komme gleich mit dem Wein.“ Nachdenklich schlenderte Ralf ins Wohnzimmer. >Ich habe doch wohl nicht ihren Geburtstag vergessen<, sinnierte er. Nein, der war erst im übernächsten Monat. > Ach du liebe Güte, der Hochzeitstag! Quatsch, der ist im November, also was in Gottes Namen ist hier los<? Der Tisch war traumhaft dekoriert und mit Kerzen bestückt und links neben dem Weinglas stand ein Sektkelch. Bevor er sich weiter den Kopf zerbrechen konnte, erschien Elfriede mit einer Flasche Wein in der Hand und schenkte für Beide ein. Dann schwebte, so kam es Ralf vor, sie zum Wohnzimmerschrank hinüber, in dem die Musikanlage integriert war, und legte eine CD von Andrea Bocelli ein. Den jetzt laufenden Titel kannte Ralf --- Nessun Dorma. Hatte damit nicht vor Kurzem ein Sänger in einer englischen Talentshow für Furo-re gesorgt, wie war doch gleich sein Name, Giggs, Triggs oder Biggs? Nein, Paul Potts, so hieß der. „Na mein Hase, wie war dein Tag? Ich hoffe nicht zu anstrengend? Na ja, jetzt hast du es ja geschafft, endlich ist Wochenende.“

Elfriede war mit der Vorspeise, Scampi al forno, aus der Küche gekommen und setzte sie auf den Tisch. „Nein, ich habe es, wie du siehst, überlebt. Es musste nur noch ein eiliger Auftrag fertiggestellt werden. Das sieht ja fantastisch aus Liebling. Ich mache mir schon die ganze Zeit Gedanken, ob ich vielleicht irgendetwas Wichtiges vergessen habe.“ Elfriede lächelte tiefgründig und erwiderte: „Mach dir keine Sorgen Liebling, du hast nichts vergessen. Ach habe ich dir übrigens schon erzählt, dass Biggi und Walter im Lotto gewonnen haben? Es ist nicht der Volltreffer gewesen, aber immerhin 27.000 Euro.“

Schon wieder war das Thema, das Ralf so sehr beschäftigte, abgehakt. Elfriede verstand es, immer dann das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, wenn sie merkte, dass sie in Antwortzwang geriet. Das machte sie so lange, bis Ralf selbst davon überzeugt war, dass nichts Besonderes anlag. Beim Dessert kam dann Elfriede noch einmal auf die Überstunden von Heute zu sprechen. „Ich finde es toll, wie du dich für die Belange der Firma einsetzt, aber du solltest deinem Chef langsam mitteilen, dass du bald keine Überstunden mehr machen wirst, denn ich sehe nicht ein, dass unser Nachwuchs seinen Papa nur an den Wochenenden sieht. Dafür muss er doch Verständnis haben oder?“ Ralf hätte sich beinahe an der ach so köstlichen >Creme Brulée< verschluckt, als er das hörte. Das war also der Grund für das alles hier, Elfriede war schwanger. Ralf sprang von seinem Stuhl hoch, wobei der Rest des Inhaltes seines Weinglases sich über die Tischdecke ergoss, und nahm seine Frau in den Arm. “Oh Liebling, ich bin so glücklich, wann ist es denn soweit?“

„Bis dahin ist noch lange Zeit, ich bin jetzt in der 11. Woche“, entgegnete Elfriede. Ralf küsste sie auf den nach Moschus duftenden Hals. Seine Hände ruhten dabei auf den prallen Rundungen ihres Gesäßes. Plötzlich und ohne Vorwarnung hob er sie vom Boden empor und trug sie ins Schlafzimmer. Er zog, nachdem er sie auf dem Bett abgelegt hatte, einfach das Kleid bis zu ihren Hüften hoch und machte ihre Brüste frei. Alles andere hätte jetzt für sein Dafürhalten zu lange gedauert.

Seine Hand fand den feuchten, frisch rasierten Spalt, dem sein ganzes, momentanes Verlangen galt. Er fühlte ihre Feuchtigkeit und machte sich deshalb gar nicht erst die Mühe, mit einem Vorspiel zu beginnen. Hastig öffnete er seine Hose und zog sein zum Bersten gespanntes Glied hervor. Dann drang er in sie ein, von Elfriedes lautem Stöhnen begleitet. „Oh ja mein Liebster, tiefer, tiefer. Fülle mich ganz mit dir aus. Warte, ich knie mich hin, dann klappt es besser.“ Elfriede wirbelte herum, griff zwischen ihre Beine und fasste sein Glied. Dann positionierte sie es so, dass er nur noch zuzustoßen brauchte. Ralf vergrub seine Männlichkeit bis zum Anschlag in ihrer feuchten Grotte, wobei er ihre Pobacken fest umschlossen hielt. Da fiel ihm auf, dass er vor lauter Verlangen vergessen hatte, die Schuhe auszuziehen. Ralf war von Haus aus ein reinlicher Mensch und Schuhe im Bett, unmöglich. Da er sich aber auf keinen Fall aus Elfriedes göttlichem Unterleib zurückziehen wollte, versuchte er, den linken Schuh mit dem rechten abzustreifen und umgekehrt.

Urplötzlich schrie er auf. Zu Tode erschrocken zuckte Elfriede zusammen und ein Ruck ging durch ihren ganze Körper. „Verdammt, ich habe einen Krampf in der Wade, lass mich raus, ich muss mich strecken.“ So gerne sie das gemacht hätte, es würde nicht gehen, denn mit Erschrecken stellte sie fest, dass sie einen Scheidenkrampf hatte. Was sollten sie jetzt tun? Als erstes wälzten sie sich einmal gemeinsam auf die Seite, damit Ralf sein Beinstrecken konnte.

Dann versuchte Ralf, Elfriede zu erschrecken, auf das sich der Krampf löse. Das funktionierte nicht, und auch kneifen in den Po brachte kein zählbares Ergebnis. In ihrer Verzweiflung griff Elfriede nach dem auf dem Nachttisch stehenden Telefon. „Wir müssen einen Arzt anrufen, so wird das nichts“, stöhnte sie und wählte die Nummer ihres Hausarztes, doch der schien nicht zu Hause zu sein. Da hatte Elfriede die rettende Idee. „Ich rufe nebenan bei Hilde an“, sagte sie zu Ralf. „Die hat doch noch seit unserem letzten Urlaub einen Haustürschlüssel von uns, weil sie nach dem Rechten gesehen hat.“ Mit zitternden Fingern wählte sie die Nummer der Freundin und Nachbarin. Als die endlich den Hörer abhob, sprudelte es nur so aus Elfriede heraus: „Gott sei Dank Hilde, du musst sofort zu uns rüber kommen. Es ist etwas passiert, aber versprich mir, dass du niemandem etwas sagst. Komm bitte schnell, es ist schrecklich. Ich habe…, ich meine Ralf ist…, ach du siehst es ja gleich.“ Einige Minute später hörte man, wie ein Schlüssel im Schloss gedreht und die Türe geöffnet wurde.

„Hilde, wir sind hier oben, im Schlafzimmer. Komm bitte hoch.“ Mittlerweile hatten die Beiden sich eine Decke über die Hüften gezogen, damit der Schock für die Freundin nicht allzu groß wurde. Als dann vorsichtig die Schlafzimmertür aufgedrückt wurde, erblickten die Eheleute eine zu allem entschlossene und für alle Eventualitäten gerüstete Hilde. Sie hatte sich den alten Bundeswehrhelm ihres Mannes aufgesetzt. In der Linken hielt sie den Deckel ihres riesigen Einkochkessels, der ihr als Schild dienen sollte, und in der Rechten den Baseballschläger ihres Sohnes.

Trotz der prekären Situation mussten alle drei lachen, als sie das sahen. „Keine Angst Hilde, hier hat kein Gewaltverbrechen stattgefunden, wir sitzen nur quasi ein bisschen in der Klemme.“ Dann erzählte sie der Freundin, was geschehen war und bat sie, aus der Küche, wo sich Elfriedes Nähkästchen befand, eine große Nadel zu holen. Die atmete erst einmal auf und legte sogleich ihre gesamte Bewaffnung bei-seite, um sofort in die Küche zu stürmen und das Verlangte zu holen. Nachdem sie die Nadel an Ralf übergeben hatte, steckte dieser seine Hand unter die Bettdecke und sagte nur: „Entschuldige Liebling.“ Dann stach er zu. Elfriedes Schmerzensschrei löste sich brachial aus ihrer Kehle, der Krampf in der Scheide leider nicht. Nach zwei weiteren Versuchen hatte Elfriede genug von der Pisackerei und bat Hil-de, einen Krankenwagen anzurufen. Dieser brauchte dann auch keine zehn Minuten, um vorort einzutreffen. Unter Mithilfe von Hilde und dem Einsatz der eigenen Kräfte der beiden Pechvögel gelang es den Sanitätern, Ralf und Elfriede auf die Bahre zu legen.

Dann wurden sie zum Krankenwagen transportiert. Da der mit laufendem Blaulicht vorgefahren war, hatte das natürlich einige Nachbarn aufs Tapet gerufen, die unbedingt wissen wollten, was da wohl passiert sei. Ralf war diese Situation so peinlich, dass er am liebsten nie wieder in die Siedlung zurückgekommen wäre, aber Elfriede beschäftigten anscheinend schon wieder andere Probleme, denn als der Krankenwagen gerade losgefahren war, sagte sie mit ernster Stimme: „Ach du lieber Gott, im Wohnzimmer ist ein heilloses Durcheinander und die Küche sieht aus, wie nach einem Bombenangriff. Was soll bloß die Hilde von uns denken.“

Copyright 10.11. 2007 by Peter Bochanan

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Das geschriebene Wort ist das Tor zur unendlichen Freiheit der Gedanken


Peter Bochanan

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