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Wald und See deckt zu der Schnee im Kerzenschein sitzt man warm und fein und wenn die Stürme brausen wir gar festlich schmausen zum Christkind oder Weihnachtsmann dann Wünsche der Kinder fliegen in Papierform geschrieben Kinderaugen wollen das Wunder schauen das in der Weihnachtsnacht uns Heil gebracht und Hände eilen ohne Verweilen kleben, schneiden feilen trennen keine Ruhe kennen schuften von früh bis abends spät für´s Billigspielzeugland und all dem Tand damit sie ins Kinderzimmer eilen die Herzen erfreuen und irgendwann sind vergessen dann und die blutigen Tränen schwerelos schweben aus weinenden Herzen ins Meer der Schmerzen!
Anmerkungen von Heidemarie Rottermanner zum Gedicht:
In Chinas 10 000 Spielzeugfabriken produzieren die ArbeiterInnen 80 Prozent des weltweit verkauften Spielzeugs. 72-Stunden-Schichten pro Woche sind keine Ausnahme. Es gibt keine soziale Absicherung, der Lohn reicht kaum zum Überleben und die Arbeitsbedingungen sind oft lebensgefährlich. Nicht selten kommt es vor, dass die eine oder der andere am Fließband unter den unmenschlichen Arbeitsbedingungen zusammenbricht. Manchmal kommt auch jemand aus Erschöpfung ums Leben. Für dieses Phänomen gibt es sogar ein eigenes Wort in China: „Guolaosi“.
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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 05.11.2007 17:45 |
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*Uff*
Heidemarie, was für ein Gedicht. Gerade lullst Du mich in diese schöne, vorweihnachtliche Stimmung und dann kommt der Hammer ganz sanft um die Ecke und haut mir mit silbernen Glockenton einmal kräftig auf die Gewissensglocke. Ein superb umgesetzter Effekt, ein wichtiges und richtiges Thema, dementsprechend gut in Szene gesetzt. Ich bewundere Dich für Dein Engagement und wie Du Wort und Schrift für das, woran Du glaubst einsetzt. Danke für den Beitrag und die Botschaft.
en Gruß, Arne
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Lieber Arne!
Das war wohl der Hammer. Bin schon gemein.
Und doch, ich muss es einfach tun. Als ich vom Südwind Verlag diesen Folder las, da hat es mich wieder nicht los gelassen. Wenn ich zu Weihnachten in die Auslagen sehe, spüre ich immer das Leid dahinter. Menschen die ausgebeutet werden, für ein wenig Geld müssen die schuften. Bei uns merke ich, wie unzufrieden die Menschen sind. Haben alles, genug zu essen und Spielzeug in Hülle und Fülle. Wie oft denken wir an die anderen?
Ich kaufe bei uns sehr viel in den Weltläden ein. Wo es fair gehandelt e Lebensmittel, Kleidung und auch Spielzeug gibt. Für mich ist es immer ein besonderes Glück wenn ich diese Waren in der Hand halte, Freude erreicht dann mein Herz und ich denke mir, gut ist es, dass es dies gibt. Menschen die gerecht bezahlt werden, sich auch ärztliche Versorgung leisten können. Unendlich viel Dankbarkeit ist dann in mir.
Danke für deine netten Worte und alles Liebe Heidemarie
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