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Jesus sieht dich
Beim Hartz 4 Empfänger Gustav Strauß herrschte große Not im Haus. Es reichte weder hin noch her, Frau und Kinder litten sehr. In Gustav reifte der Entschluß, dass er betteln gehen muss, und so sprach er eingangs vor bei seinem frommen Herrn Pastor. "Herr Strauß, es tut mir schrecklich leid, ich habe heute wenig Zeit. Ich muss zu meiner Feder greifen und meine Sonntags Predigt vorbereiten. Ich gebe Ihnen den guten Rat, schreiten Sie sogleich zur Tat. Sprechen Sie stündlich ein Gebet, es Ihnen schnell viel besser geht. Schlaflos verbrachte Gustav die Nacht, das Beten hatte nichts eingebracht. Da nahm er sich nochmals vor aufzusuchen den Herrn Pastor. Kurze Zeit nach Mitternacht hat er sich auf den Weg gemacht. Mit einer Maske vorm Gesicht hoffte er, man kennt ihn nicht. Alle Türen waren verschlossen, das hat den Gustav sehr verdrossen. Er musste jedoch ins Haus hinein, da drückte er eine Scheibe ein. Dunkel war's im ganzen Haus, er holte die Taschenlampe raus. Eine Stiege führte hinauf und auf dieser schlich er rauf. Weil einige der Stufen knarrten, musste er einen Augenblick warten. Kurz darauf er im Zimmer stand, in dem er das Gesuchte fand. Als er nahm die großen Scheine, zitterten mächtig ihm die Beine. Schreckvoll er eine Stimme hörte, was ihn ganz gewaltig störte. "Jesus sieht dein böses Tun, er lässt nicht dein Gewissen ruh'n !" Da erschrak der Dieb gar sehr, wo kam nur diese Stimme her ? Er leuchtete in alle Ecken, konnte aber nichts entdecken. Des Hauses Papagei es war, den er leider nicht gleich sah. Gustav fragte: "Wie heißt du denn ?" Da sagte der Vogel: "Ich heiße Ben, und weißt du auch, wer dich gleich beißt ?, Der Dobermann, der Jesus heißt !"
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