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Heggse
Beiträge: 369
Profi

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| 07.11.2007 21:17 |
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Oft befällt mich ohne Warnung, ein seltsam trauriges Gefühl Es kommt daher ganz ohne Tarnung Und lässt mich auch nur selten kühl
Ich werde dann ganz still und traurig und weine manchmal vor mich hin Nicht vor den Kindern! Das wär schaurig. Das käm mir niemals in den Sinn.
Ich wünsche mich, ganz still und leise an einen ach so fernen Ort. Doch recht beschwerlich ist die Reise und dieser Ort auch ganz weit fort.
Und schaut mich jemand fragend an Was es so schrecklich schlimmes gab, ihm sicherlich nicht sagen kann: „Ich einfach Heimweh hab!“
Anbei die "Ursprungsversion"
Oft befällt mich ohne Warnung Ein seltsam trauriges Gefühl Kommt daher ganz ohne Tarnung Und lässt mich nur selten kühl
Ich werde dann ganz still und traurig Weine manchmal vor mich hin Nicht vor den Kindern! Das wär schaurig Und käm mir niemals in den Sinn.
Wünsche mich, ganz still und leise dann an einen fernen Ort Doch beschwerlich ist die Reise Und der Ort auch recht weit fort.
Und schaut mich jemand fragend an Was es so schlimmes gab Ich ihm doch nicht sagen kann: „Einfach Heimweh hab!“

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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 08.11.2007 00:43 |
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Heimweh? Oder ist es Fernweh? Die Portugiesen besingen es als Saudade ... ist es die Suche nach der blauen Blume oder die Suche nach der verlorenen Zeit? Kehrst Du wirklich nach Hause zurück, wirst Du womöglich finden, dass nichts mehr so ist, wie Du es in Erinnerung hast und das, was Du suchtest, nun doch nicht dort zu finden ist. Du trägst, was Du suchst, tief in Dir - suche da zuerst. Heimat ist da, wo das Herz ist.
Dein Gedicht rührt mich tief an. Es beschreibt eines meiner Urgefühle, ein gewaltiges Gefühl, einen gewaltigen Sog, Trauer gemischt mit Freude, der Blick auf den Horizont, wenn der laue Abendwind einem von fernen Gestaden erzählt. Es gibt von den Chieftains eine Version des irischen Liedes "A Stor Mo Chroi" auf "Tears of Stone", die für mich dieses Gefühl musikalisch so ausdrückt, wie ich es nur selten gefunden habe. Dazu Dein Gedicht und ein Glas guten Weines, während ich in ein Kaminfeuer blicke und vor meinem geistigen Auge dieser Ferne Ort der Sehnsucht erscheint ... 
Danke für diese wundervolle, emotionale Lyrik. Übrigens auch handwerklich richtig gut, da wird auch Deine Mutter lange suchen müssen, bis sie ... na, warten wir es ab 
en Gruß und einen Strauß für Dich. Mögest Du Heimat immer im Herzen tragen.
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 08.11.2007 06:29 |
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Heggse
Beiträge: 369
Profi

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| 08.11.2007 07:26 |
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Mutti.... es stimmt IMMER ob dus nun verbesserst oder nicht
@Arne: Nein, es ist HEIMWEH!

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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 08.11.2007 07:53 |
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Ich dachte gerade, huch, was hat denn Anette verbessert? Sieht doch haargenau so aus wie die Version oben? Natürlich hat Heggse umgehend die anettisierte Version übernommen, oder? Leider habe ich mir nicht gemerkt, wie das "Original" gestern aussah. Aber ein großer Unterschied war es nicht, richtig?
So, so, doch nur Heimweh ... Schade, da kann ich ja mit meinem gesammelten Fernweh Pathos gar nicht punkten. Aber ich kenne ein paar gute Rezepte gegen Heimweh. Du gehst im Büro an den Kopierer, legst Deine Hände drauf, klappst mit den Zähnen den Deckel zu und drückst mit der Nase auf den grünen Knopf. Die Kopie deiner Hände nimmst Du als Vorlage und schneidest die Konturen aus. Da die Rückseite weiß ist, nimmst Du Buntstifte und malst sie richtig schön bunt aus. Das steckst Du dann in einen Briefumschlag an Deine Mutter, dann sind zumindest Deine Hände schon mal "heimgekehrt", können Deiner Mutter liebevoll über die Wangen streicheln oder, besser noch, sie kräftig bei der Hausarbeit unterstützen. Rinse, clean and repeat für weitere essentielle Extremitäten, bis Du Dich größtenteils postalisch in die Heimat verfrachtet hast.
Oder Du schreibst Ihr einfach ein wunderschönes Gedicht über Dein Heimweh und stellst es im Gedichtehaus aus, wo ... äh ... hmmm ...  Das hast Du ja gerade getan!
Na, dann vergiß die Idee mit dem Kopierer. Spätestens bei den Füßen wäre es auch schwierig geworden. 
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Heggse
Beiträge: 369
Profi

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| 08.11.2007 08:12 |
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(So viele Männer, so wenig Aspirin...)
ARNE...tztztzt Ich hab keinen Kopierer und Mutti hat schon viel tollere Bilder von mir als mit Buntstiften ausgemalte kopierte Hände!
Das Gedicht habe ich natürlich umgehend geändert, da die änderungen richtig sind. Hatte es mir heute morgen durchgelesen und selbst festgestellt.... Zum Vergleich poste ich meine Version darunter, damit du sehen kannst was verbessert wurde.
lg Sandra (die heute sowas von keinen Clown gefrühstückt hat....)

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Hinrich
Beiträge: 591
Hausfreund/in

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| 08.11.2007 09:55 |
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Liebe Sandra,
Du hast dieses eigentlich kaum beschreibliche Gefühl Heimweh so poetisch angesprochen, dass ich zu wissen glaube, was Du meinst - berührt mich.

Heimweh ist Sehnsucht auf umhegte Kindheit – erfasst unverhofft auch ein "Urgestein"

Liebe Grüße Hinrich
©whp
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Heggse
Beiträge: 369
Profi

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| 08.11.2007 15:48 |
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Ja lieber Hinrich... so ist das manchmal....

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Hinrich
Beiträge: 591
Hausfreund/in

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| 15.11.2007 23:16 |
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Liebe Sandra,
Dein bezauberndes Gedicht "Gefühle" hat mich noch einmal aufmerksam an Dein aktuelles Foto herangeführt.
Der mir vermittelte optische Eindruck passt irgendwie auch zu dem was mir dieses Gedicht über Dich sagt und was ich ebenso aus manch anderem Deiner teil vordergründig ironischen, teils nachdenklich stimmenden Texte erfahre.
Bei allem Witz, den Du in Deine Poesie hier und da einzuflechten verstehst - ob bewusst oder unbewusst mag dabei außer betracht bleiben - klingt m. E. eine sehr tiefgründige Seite von Dir durch, die mich aufhorchen lässt.
Du wirst Dich fragen, wie ich zu dieser Annahme komme - nun, rein irrational.
Übrigens: Dieses Foto ist meisterhaft ! Der "Fotograf" hat den richtigen Blick, das Wesentlich zu erfassen.

Bildaufbau perfekt gelungen – Auge markantes Zentrum – bedeutungsvoll sprechende Hände Seelentiefezeugnis !
© whp
©whp
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Heggse
Beiträge: 369
Profi

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| 15.11.2007 23:34 |
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Lieber Hinrich,
es ist wohl fast überflüssig irgendetwas deinen Worten hinzuzufügen außer das ich zutiefst gerührt bin 
Wie ich wirklich bin? hmmm Ich denke, das können andere besser über mich sagen. Ich versuche einzig und allein jedem irgendwie ein Lächeln zu entlocken, denn das Leben ist schon ernst genug! Und wenn wir Deutschen laut Statistik nur 8 Min am Tag lachen hab ich noch eine Menge zu tun 
Ich danke dir von ganzen Herzen für deine Worte! Sie haben mich sehr berührt!
alles Liebe Sandra

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