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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 5.430 mal aufgerufen
  Anette Esposito
Anette ( gelöscht )
Beiträge:

09.11.2007 10:49
Anspiel zu Weihnachten Antworten
hatte ich mal für 12 bis 14 jährige kids zu einer eine Weihnachtsfeier verfasst.
Anspiel

Der Sinn der Weihnacht


1. Miriam : Hallo Katrin, fein dass du gekommen bist. Mensch, in der Stadt ist ja der Teufel los.
Der Bus war proppevoll. Nur gut dass uns nachher meine Mutter wieder mit zurück
nimmt. Die ist heute auch unterwegs, um ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen.

2. Katrin : Ja, Miriam, du hast recht. Ich mag diesen Rummel auch nicht besonders.
Und wenn ich mich frage, wofür man diesen Quatsch jedes Jahr mitmacht, kann ich nur
darüber den Kopf schütteln. Und dabei noch dieses ganze Sentimentalitätsgedusel,
mit Lametta, Kerzen hier und Kerzen da, dem blinkenden Lichterspektakel, fast wie in
den berühmt, berüchtigten Straßen und dem blöden Weihnachtsgesäusel mit „kling Glöckchen
klingelingeling“ aus allen Lautsprechern… einfach idiotisch.

Miriam :achselzuckend) Naja, aber irgendwie gehört das doch zu Weihnachten dazu,
oder findest du nicht? Ich mag diese Zeit, nur das ganze Geschäftstreiben kann ich nicht ab.
Es hat ja auch mit dem eigentlichen Fest überhaupt nichts zu tun.

Katrin : Weißt du, meine Mutter hat in dieser Sache schon einen richtigen Spleen. ( tippt sich
mit dem Zeigefinger ein paar Mal an die Stirn) Die dreht in der Zeit völlig am Rad, schrubbt
das Haus von oben bis unten, als hätten wir Ungeziefer oder die Krätze an den Wänden,
und überall steht so ein Kitschkram rum, zwecks weihnachtlicher Atmosphäre und so.
Dann fängt sie schon vor dem 1. Advent mit der Speiseplanaufstellung für Weihnachten
und der Plätzchenbackerei an, rennt bis kurz vor Ladenschluss durch die Geschäfte und
macht Hamsterkäufe, als gäbe es nach Weihnachten nirgendwo mehr was zu kaufen.
An den Weihnachtsfeiertagen steht sie den ganzen Tag in der Küche und brät und kocht,
und rührt und was weiß ich noch alles. (schaut wütend) Dann ist sie hinterher immer fix und
alle und man kann sie für den Rest des Tages in der Pfeife rauchen, so gereizt ist sie
jedes mal danach. Und wenn dann die Verwandtschaft noch auf der Matte steht, mit ihren
schlauen Sprüchen und ihrem scheinfrommen Getue, dann ist doch jedes mal sofort
die festlich’ familiäre Idylle im Eimer. „The same Procedere as ev’ry year“ Ist doch
jedes Jahr das gleiche. Ich frage mich ernsthaft ob das der Sinn von Weihnachten ist?
( schüttelt verständnislos den Kopf)

Miriam : Da hast du vollkommen Recht, Katrin, so war es auch ursprünglich nicht gedacht.
Weihnachten ist doch das Fest des Friedens und der Liebe.

Katrin:
(entrüstet) Hach, Fest der Liebe?! Das ich nicht lache! Fest der Hiebe vielleicht eher.
Bei uns hagelt es, seit ich denken kann, grundsätzlich zu Weihnachten Prügel. Außerdem
gibt es meistens Streit und Tränen wegen der Geschenke, die man bekommen hat
oder auch nicht. Nein danke, ich kann wirklich gut auf Weihnachten verzichten.

Miriam : Das finde ich sehr schade. Das ist nun überhaupt nicht der Sinn von Weihnachten.
Auch der ganze Wirbel um die Geschenke eigentlich nicht. Es ist zwar eine schöne Geste,
dass man einander Geschenke macht, aber es soll ja freiwillig aus Liebe geschehen
. und sollte sich auch nicht darauf beschränken.

Katrin : Weißt du, wenn ich es mir ja recht überlege, müsste doch eigentlich das Krippenkind
(überlegt) die ganzen Geschenke bekommen. Einem Neugeborenen schenkt man doch was, oder
liege ich da verkehrt mit meiner Überlegung?

Miriam : Nein, so verkehrt liegst du damit gar nicht. In erster Linie aber soll uns doch
Weihnachten eben daran erinnern, dass Gott seinen eigenen Sohn in diese
furchtbare, böse Welt, als sein Geschenk an uns gegeben hat, damit doch alles mal
besser für uns werden soll.

Katrin : Was meinst du denn damit?

Miriam : Nun, das Jesuskind blieb ja nicht ewig in der Krippe. Es wurde auch groß und man hat
ihn später doch ans Kreuz genagelt, dabei war es doch unschuldig. Es war das auserwählte
Opfer von Gott, das sterben musste, um uns sündigen Menschen wieder den Weg zum
Vater in den Himmel zu bahnen. Letztendlich müssten ja eigentlich wir selber für unsere
Sünden geradestehen und auch sterben. Denn „der Sünde Lohn ist der Tod“, so steht es
in der Bibel.

Katrin: Sicher, jeder muss das auslöffeln, was er sich selber einbrockt, so isses nun mal. Aber was du
(erstaunt) da erzählst, ist ja hoch interessant. Davon habe ich ja noch nie was gehört. ( schaut Miriam
dabei ungläubig an, zieht ihre Stirn kraus während sie einen Moment nachdenkt)

Doch! ( nickt überzeugt) Weißt du was? Ich weiß zwar noch nicht… aber ich denke,
ich glaub, ich verstehe was du meinst. ( überlegt noch eine Weile)
Stimmt! Aber dann müssten wir ja doch eigentlich dem Jesuskind die Geschenke geben,
schon allein aus Dankbarkeit. Mensch das ist ja wirklich ein Hammer, was er für uns
da mitgemacht haben soll. Stimmt das denn auch, oder willst du mich verarschen?
Hat er das wirklich für uns gemacht. Ich kann das gar nicht so recht glauben.

Miriam: Ja, das hat er wirklich für uns getan. Das kannst du alles in der Bibel nachlesen. Wenn du
magst, zeige ich dir wo es steht, oder wir lesen es gemeinsam mal.

Katrin : Klasse Miriam, ja das machen wir. Komm ich hab keinen Bock mehr, lass uns abhauen.
Wir nehmen den Bus zurück und gehen zu dir, machen es uns richtig gemütlich mit heißem
Kakao und werden das in aller Ruhe mal nachlesen. Das scheint mir nämlich sehr interessant
zu sein. (schüttelt den Kopf, hakt sich fröhlich bei der Freundin ein)
Hey, ich bin total von den Socken! Was du so alles weißt!




Peter Bochanan Offline




Beiträge: 282

10.11.2007 12:54
#2 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten

Unser Multitalent `s Anettchen,

Dichterin, Sängerin, Musikerin und jetzt auch noch Drehbuchautorin. Na die in Hollywood werden sich wundern wenn man dich mal entdeckt, dass die Hälfte ihrer Leute nix mehr zu tun hat, denn du als Allroundtalent machst ja alles selbst.

Schön geschrieben und den Sinn von Weihnachten genau getroffen.

-------------------------------------------------------------






Das geschriebene Wort ist das Tor zur unendlichen Freiheit der Gedanken


Peter Bochanan

Anette ( gelöscht )
Beiträge:

10.11.2007 14:42
#3 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten

och peter... das WILL ich gar nicht!! mir reichts schon, wenn ich dadurch manchem eine freude machen kann

Hinrich Offline


Hausfreund/in



Beiträge: 591

10.11.2007 15:23
#4 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten



Klasse geschrieben, liebe Anette,

ich kann mich da guten Gewissens
Peters Worten anschließen. Dein
indirekter Appell kann auch als
wohlgemeinte Aufforderung von allen
Altersklassen angenommen werden.
Es bleibt zu hoffen, dass viele
Leute diese wundervolle Parabel
lesen und sich zu Herzen nehmen -
ein frommer Wunsch ? - vielleicht.

Herzliche Grüße
Hinrich

©whp

Anette ( gelöscht )
Beiträge:

12.11.2007 11:39
#5 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten

Lieber HInrich, Danke!

Aber du kennst mich ja bereits. Auch ich versuche schon mal gegen den Strom zu schwimmen, manchmal mit Erfolg, jedoch ist es sehr mühsam.

Mirko Offline


Hausfreund/in



Beiträge: 536

14.11.2007 02:31
#6 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten

Dann lasst uns mal bei Anette einhaken und uns mit ihr auf die Socken machen.
Dieses Fest wird bestimmt eine Überraschung.

Tolles Drehbuch!

RUBI Offline

Amateur


Beiträge: 91

25.11.2007 20:01
#7 RE: Anspiel zu Weihnachten Antworten

hallo anette

was mich bei deiner geschichte wundert, ist, daß du offensichtlich meinst,
daß deutsche Menschen in Deutschland den Sinn von dem Heiligen Abend in
dessen Urspungsidee nicht kennen - ist das wirklich so??? Für mich unvor-
stellbar!!! Wir kriegen das doch schon in der Schule erklärt und bei der
Konfirmation.

Allerdings haben wir unserem Freundeskreis eine Brasilianerin, die ihr Leben lang
glaubte, daß die Geburt Jesus Christus wirklich am 24. Dezember stattgefunden
habe und nicht die Übernahme eines alten heidnischen Festes war. Sie war
völlig fertig, als wir ihr die Zusammenhänge erklärten.

Liebe Grüße RUBI
Du kannst hinfallen - aber du mußt IMMER WIEDER aufstehen!!!

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