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Wicht
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Treue Seele

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| 11.11.2007 08:18 |
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| Wahl zum Gedicht des Monats Okober |
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Hallo liebe Poetenfreunde
Nun beginnt sie; die Umfrage zum Gedicht des Monats Okober!
Auch diesmal war die Auswahl wieder sehr schwer...
das Ihr mitgeholfen habt 
Nun wünschen wir Euch bei der Wahl viel Spass und Freude!!
Am 18.11.07 werden wir dann den endgültigen Sieger/in(den Sieger seid Ihr Alle )
bekanntgeben können
Und nun folgen die Gedichte unser Teilnehmer
1.Gewissen-von K.-U. Götz
Gewissen
Wie ein Schattenriß Auf sumpfigen Pfaden Schreitest du im finsterem Mitternachtslicht
Vorüber an Trümmern Geplünderter Städte Durch rostrote Lachen Offenbart sich dir ein anrüchiger Ort
Du schleichst – Gespenstern ausweichend Die ihr wachsbleiches Antlitz In zitternden Handflächen vergraben Innerlich alles verspottend Und von innen längst verrottend
Despotische Sympathisanten gleich Diktieren sie deine Gedanken Gierig stieren dich frierend ihre Augen an Augen erloschen vor stumpfer Scham Spiegeln sie die Ruinen deiner Taten
Gleich den unheiligen Sakramenten Blühen ihre gierigen Münder In frohlockender Obszönität über dir Wie angenommene Schuld Kriechen ihre leblosen Küsse Über deine Wangen
In solchen Nächten In Träumen gleich Mooren Die dich verschlingen Rüttelt sie dich wach Deine innere Leere
Und vom heftigem Schauder gepackt Sinkst du auf die Knie Vergräbst dein Gesicht In tränennassen Handflächen
Still! Hörst du das Kind Das in dir Um dich Einsam weint?
2.Zauber der Nacht-von Lizzy
Kurz vor Mitternacht am Abend, viel zu früh, ins Bett zu gehn, geh ich raus auf die Terasse, will noch nach den Sternen sehn.
Auf dem Rasen liegt vom Tage unter unserm Fliederbaum, noch die große Luftmatraze, barfuß geh ich, wie im Traum
hin zu ihr und leg mich nieder, seh nach oben, tiefstes Blau. Sterne über Sterne blitzen jeden sieht man ganz genau.
Hier und da ein kleines Flugzeug, kaum zu hören in der Nacht. Sie sind viel zu hoch am Himmel, Abendwind zieht auf ganz sacht.
Kleine Motten und auch Mücken, tanzen im Laternenschein. Grillen zirpen auf der Wiese, ich werd müde, schlaf fast ein.
Da, ein Glühwürmchen im Dunkeln und ein Zweites, leuchtend hell. Wie zwei kleine Nachtlaternen fliegen sie ganz zart und schnell.
Lassen ihre Lämpchen brennen, wirbeln auf im Liebestanz, selbst beim Landen in den Büschen leuchten sie in vollem Glanz.
In der Ferne Froschgequake, Wind weht leis mir durchs Gesicht , und die Sterne funkeln endlos, nein, ich gehe jetzt noch nicht.
Ich bleib einfach hier noch liegen und genieß den Abendwind. Ich fühl mich so frei wie früher, bin noch gerne wie ein Kind.
Lasse meine Sinne hüpfen, nutz die schöne Stimmung aus und so geh ich erst nach Stunden tief berauscht zurück ins Haus.
3.Danke Gott-von Hegse
Ich danke dir heute für reichlichen Regen. muss ich mich auch wieder mal draußen bewegen. Doch machts auf dem Weg zur Schule mir Sinn Da ich endlich wacher und munter nun bin.
Hab Dank, wenn es schief im Ohr mir mal klingt wenn gerne so mancher im Gottesdienst singt. Denn dann gibt es mir von neuem den Mut: Ich glaube dann höre ich doch noch recht gut!
Den Lärm aus dem Keller vernehme ich froh denn das Gerumpel verstehe ich so: So lange die Waschmaschine ist voll Hab ich genug Kleidung, ist das mal nicht toll?
Ich schleppe so schwer die Tasche nach Haus Doch das macht mir eigentlich gar nicht viel aus Denn wäre die Tasche nicht voll und so schwer Hätt ich bestimmt auch zu essen nicht mehr.
Verliere ich heute die Nerven geschwind Der Handwerker wegen, die unfreundlich sind So komme ich trotzdem ganz schnell zu dem Schluss Das er sein Brot hart verdienen doch muss.
Dann ist mir noch gestern das Essen verbrannt doch hat meine Nase dies recht bald erkannt. Drum Dank ich dir Gott, ders gut mit mir meint, das mein Geruchssinn in Ordnung noch scheint.
Mein Mann liegt so oft recht laut schnarchend im Bett Und lässt mich nicht schlafen, das find ich nicht nett. So hat deine Hand ihn doch zärtlich berührt Und ihn auch sicher nach Hause geführt.
Und Danke für Putzen und Kochen und Fegen Und Waschen, denn all dieses ist ja ein Segen. Es zeigt das der Vater im Himmel es gab Das ich hier und heut ein zu Hause noch hab.
Erreich ich ein Ziel das ich steckte auch nicht Bringst du mir doch durch das Dunkel dein Licht Und zeigst mir den Weg zum besseren Ziel Oh himmlischer Vater hab dank für so viel!
4.Die Sprache der Hoffnung-von Gram
Ich grüsse dich, du kleines Wesen! Zerbrechlich bist du und so zart. Du wurdest von mir auserlesen, als die Elite deiner Art.
Ich zeige die die andern Welten und bringe dir das Fürchten bei, denn wenn wir deine Ängste stellten, dann zeig ich dir den Weg vorbei.
Komm mit mir in die Schreckenssphären, die deinem Glück im Wege steh\'n! Komm lass mich deine Angst verzehren und mich durch deinen Albtraum geh\'n!
Ich will dir gerne alles zeigen, die Gründe, die nun mal so sind. Die Ängste werden sich verneigen, sie sind dir nämlich wie ein Kind.
Du musst dein eigen Selbst erkennen, verstehn warum, wieso, weshalb, die Sorgen durch\'s Bewusstsein rennen, sonst wird dir jeder Traum zum Alb.
Mit Sicherheit willst du erfahren, von wem denn diese Botschaft stammt. Ich wurde schon in frühen Jahren von dir ganz oft zu Recht verdammt.
Ich bin die Hoffnung jener, die das lesen was hier steht. Ich bin nur wie ein Zehner, der durch\'s Armenviertel weht.
5.ich vermmisse Dich-von Karin.Lissi
Vor einem Jahr bist du in die Ewigkeit gegangen – die letzte Zeit bist du Nacht für Nacht in meinen Träumen und Gedanken. Am Tage möchte ich dich umarmen – ein sehnsuchtsvolles Verlangen, meine Seele wandert ins Leere – ich mich mit meiner Liebe zu dir verzehre. Du bist befreit von allen Qualen – ich kann aus vollem Herzen sagen – meine Freude ist groß – du musst nicht mehr leiden, ohne dich jedoch – mich kann nichts mehr so wirklich erfreuen. Du warst sehr wichtig in meinem Leben, vieles hast du mir gegeben, es begleitet mich nach wie vor, eines Tages trete auch ich ein durch das Ewigkeitstor, für immer sind wir dann zusammen, ich brauche dann nicht mehr die Leere zu umklammern. An der irdischen Ruhestätte singe ich dein Lieblingslied, ein schönes Gefühl, das mir stets Ruhe und Hoffnung gibt
6.Blättertanz-von Karl Heinz Frigge
Seht, wie sie hüpfen und springen, flattern wie die Vögelein, wenn die Winde Lieder singen aus dem nahen Eichenhain.
Bunt gefärbt, leicht wie die Feder, ihrem kahlen Baum entfloh’n. Gelb und rot und braun wie Leder feiern ihrer Freiheit Lohn.
Tanze Blatt, ach tanze Blatt, wenn der Regen dich benetzt liegst du schwer am Boden platt und wirst nicht mehr vom Wind gehetzt.
Schließlich bist du ganz bedeckt und von der Sonne unerreicht unter Schnee und Eis versteckt, bist du nicht mehr federleicht.
7.Mauerfall-von Judith
Jahrelang gehämmert, gebettelt und geschwitzt – In Teilen kam dir alles entgegen. Dann warst du begraben Unter Massen von Seelenschutt – Hast die Augen geöffnet, auf mein Herz gehofft Und die zweite Mauer gesehen
Dann bist du gegangen, Einfach so – Zumindest höre ich mein Herz wieder schlagen. Alleine lehne ich an der Mauer, Einer von vielen – Der Hammer, meine Hoffnung, fällt mir aus der Hand.
Versuche hochzuklettern, suche Halt – Keine Chance. Meine Hände bluten, Tränen haften an der Mauer, Mein Herz schlägt langsamer, lasse mich fallen, doch kein Mauerfall.
8.Diese Wut-von Mirko
Eine Frau mit Einkaufswagen lange an der Kasse steht. Hinter ihr platzt gleich ein Kragen, weil’s nicht zügig vorwärts geht.
Und so wächst die Warteschlange, Kasse Zwei ist neu besetzt. Weil sie neu ist, braucht sie lange – wenn sie sich nicht noch verletzt.
Aus der Tiefe kommt gekrochen diese Wut, ganz fürchterlich, die den Eisberg bringt zum Kochen, doch im Halse staut sie sich.
Die Verkäuferin, so herzlich, spricht zu ihm ein liebes Wort; ihre Anmut, einfach herrlich – plötzlich ist die Wut weit fort.
Doch im Auto geht es weiter, er genießt die schöne Tour. Plötzlich vor ihm: Pferd mit Reiter – Autoschlange auf der Spur.
Wieder kommt was von ganz unten, dieses Grollen wie ein Sturm, und es schiebt sich in Sekunden vorwärts wie ein Regenwurm.
Ja, da platzt ihm fast der Kragen, heißer Schweiß tropft vom Gesicht. Denn er kämpft in seinem Wagen und versteht das Leben nicht:
„Wozu hab ich diese Eile, wenn die andern langsam geh’n ? Wegen ihrer langen Weile komm ich selbst schon fast zum Steh’n.“
Mit der Wut in seinem Magen fährt er heim zu Frau und Kind. Wird sie ihn mit Wut ertragen? Wütend reagiert er blind.
Sie empfängt ihn ruhig und leise, nimmt ganz zärtlich seine Hand, lässt ihn reden von der Reise, bis er sich völlig entspannt.
Freundlichkeit vertreibt das Brausen, lässt nicht schäumen diese Wut, nimmt dem Sturm das wilde Sausen – sein Aus ist für alle gut.
Und was tun wir selbst dagegen ? Steigern uns nicht so hinein in Dinge, die wir nicht bewegen, dann zieht Frieden in uns ein.
9.Luftschloss-Architektur-von Biggi
Oftmals trieb auf Sehnsuchtsschäumen sie am Tage still dahin wollt’ von wahrer Liebe träumen und wurd’ Luftschlossbauerin
Oh sie hat sie gut verstanden diese Traum-Architektur wo sich frohe Farben fanden in den Räumen und im Flur Und wie gern betrat sie täglich diese Luftschlosstraumfabrik alles wurde ihr erträglich hatt’ sie Schönes nur im Blick
In dem Traumbau leicht und schwebend wunderschön und haucheszart der ihr den Zenit belebend wurd’ mit Liebe sie gepaart
Eines Tags schaut’ sie ihr Luftschloss dann mit großen Augen an und im Hals ein dicker Kloß – Stein um Stein drang dort heran baute sich als Fundament Reih’ um Reihe ringsumher langsam, stetig, vehement wurd’ das Luftschloss richtig schwer
Es erreichte festen Boden ist begehbar nun von Zwei’n die gehüllt in Liebesloden leben ihrer Träume Sein
10.Des Phönix Abschied-von Arne
Rot, so rot mein Herz voll Blut, Unrast treibt mich um. Heiß, so heiß die Lebensglut. Flammend\' Herz schreit stumm.
Baum um Baum in Flammen, rot, gelb, orange und gold. Herbstlicht träumt mir frühen Tod, später Sühne Sold.
Unruhig streife ich umher, düster wird der Wald. Letzter Abschied fällt mir schwer, doch er kommt schon bald.
Henker, Richter, Schurke, Held eine ich in mir. Letztes Blatt vom Baume fällt, tilgt die Lebensgier.
Winter reinigt kalt die Flur. Eisig friert das Blut. Wieder erst in Frühlings Dur lodert Phönix Glut.
11.Wahrer Reichtum-von Heike
Ganz leis’ höre ich dich atmen, du schläfst noch… und ich liege neben dir.
Spüre deinen Rücken ganz sanft an meiner Haut und deine wohlige Wärme tut mir gut.
Gedanken der Liebe durchfluten mich… ich bin glücklich jeden Morgen neben dir erwachen zu dürfen.
Du öffnest, noch leicht verschlafen, deine Augen und schaust mich liebevoll an…
welch ’glücklicher Moment-
ich bin ein reicher Mensch- denn DU bist bei mir…
12.Glück im Reisekoffer-von Zauberfee
Voller Erwartung packe ich meine guten und schlechten Zeiten zwischen stressige Tage, lichtvollen Wochen der Vorfreude und vielversprechenden Stunden der Sehnsucht
in den Koffer des Glücks.
Nun kann ich meine Urlaubsreise antreten.
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Treue Seele

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| 18.11.2007 11:59 |
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| RE: Wahl zum Gedicht des Monats Okober |
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