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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 2.878 mal aufgerufen
 Karl-Heinz Fricke
karl-heinz fricke Offline

Hausfreund/in



Beiträge: 655

24.09.2006 19:29
Sommers Ende von Hermann Hesse antworten

Liebe Freunde,
Dieses schöne Gedicht von Hermann Hesse möchte hier allen zugänglich machen:

Gleichtönig, leis und klagend rinnt
den lauen Abend lang der Regen,
hinweinend wie ein müdes Kind,
der nahen Mitternacht entgegen.

Der Sommer, seiner Feste müd,
hält seinen Kranz in welken Händen
und wirft ihn weg- er ist verblüht -
und beugt sich bang und will verenden.

Auch unsre Liebe war ein Kranz
auflodernd heißer Sommerfeste,
nun löst sich sacht der letzte Tanz,
der Regen stürzt - es fliehn die Gäste.

Und eh' wie der verwelkten Pracht
und der erloschenen Glut uns schämen,
laß uns in dieser ernsten Nacht
von unsrer Liebe Abschied nehmen.

Bernd ( Gast )
Beiträge:

24.09.2006 23:08
#2 RE: Sommers Ende von Hermann Hesse antworten

Danke lieber Karl-Heinz,
das Du uns diesen wunderbaren Klassiker
präsentiert hast.




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