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Der Alte
In seines Lebens letzten Tagen sitzt er vor seinem Haus und sinnt. Niemand stellt dem Alten Fragen, kein Abschnitt mehr für ihn beginnt. Aufgaben hat er keine mehr, jedoch das Herz schlägt weiterhin. Ach, wenn's doch bald zu Ende wär, ist sehr oft in seinem Sinn. Sein Tagwerk ist schon längst vollbracht, die Frau ist ihm vorausgegangen. Gnadenreich ist jede Nacht in sanften Träumen eingefangen. Wenn in der Früh der Morgen graut, wird er nur widerstrebend wach. Voll Sehnsucht er zum Himmel schaut, wann er wohl bringt den letzten Tag. Der junge Mensch voll Lebenskraft denkt nur selten an den Tod. Er lernt, er liebt und schafft für seiner Lieben täglich Brot. Doch Jahre fliegen schnell dahin, das Schicksal schneidet Kerben. Wenn nichts im Leben macht mehr Sinn, ist man auch bereit zum Sterben.
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Hinrich
Beiträge: 591
Hausfreund/in

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| 16.11.2007 21:07 |
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Ja, lieber Karl-Heimz,
so vielschichtig ist das Leben - in die Zukunft geschaut leuchtet dir hell die Sonne, in der Rückschau dann flackert all das, was dir das Leben bedeutete, als kleines Licht - deine Erinnerungen schwinden dahin im Nebel der Jahrzehnte, bis dein Lebenslicht erlischt - und du reihst dich ein in die Kette scheinbar endlosen Lebens, in der Hoffnung, in den Gedanken der Nachkommen noch lange zu bleiben. -
Dein Gedicht nehme ich als Anstoß, einmal mehr über die vergangenen Jahre nachzudenken, um am Ende sagen zu können: "Es war eine schöne Zeit" ............
Liebe Grüße Hinrich
©whp
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Hallo Karl-Heinz, für dieses Gedicht weiß ich dir nur zu danken. LG, G. Ast
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