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Der Weihnachtsbaum (oder der Alptraum der Väter)
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, ist es wieder ach so weit, jeder braucht nun einen Baum, für den Glanz in seinem Raum.
Vater such den schönsten aus, dass er schmücke unser Haus, doch schöner als im Jahr zuvor, liegt die Mutter ihm im Ohr.
Grad und eben muß er sein, und blos nicht der Spitze zwein, und der Äste gleicher Wuchs, wie gemalt im Weihnachtsbuch.
Und des Vaters Stirn wirft Falten, was soll er nur davon halten und ganz leis er zu sich spricht, solche Bäume gibt es nicht.
Und nach Stunden der Tortour, welchen Baum nehm ich denn nur, sucht den schönsten er sich aus, bringt ihn freudig mit nach haus.
Zuvor noch stolz auf seinen Baum, traut er seinen Augen kaum, krumm und schief steht er nun da, herrje, das gibt ein Trara.
Und er säget und er zurrt, hinter ihm die Mutter murrt, bündelt die gefallnen Zweige, ob vom Baum was übrig bleibe?
Schnell ein Nagel in die Wand und mit einem grünen Band, kommt der Baum nun in die Waage, ach, was ists ne schlimme Plage.
Die Mutter schimpft, oh welch ein Graus, nächstes Jahr such ich ihn aus. Ja, dann gibts auch kein Theater, schmunzelt froh, der arme Vater.
Elke Dutschun
Ein Lächeln, das von Herzen kommt, bringt Licht in die Welt.
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