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Heike
Beiträge: 1.177

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| 28.01.2008 09:55 |
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| AUTORIN DER WOCHE |
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Hallo liebe Poetenfreunde! 
Unser AUTOR DER WOCHE ist diesmal wieder ein "Mädel" und darauf freue ich mich besonders! Es ist unsere "Forenqueen" BIRGIT LUERS!
Zunächst wird sie uns ein wenig über ihr Leben erzählen und wenn ihr mehr wissen wollt... dann fragt einfach!! 
Ohje ohje… ihr kennt mich doch alle. Ich bins – die Biggi
Also……angefangen zu schreiben hab ich …öhm… 2005. Seitdem ist das Schreiben für mich nicht mehr wegzudenken und ich versuchte stets mich weiter zu entwickeln, neues Terrain zu betreten. Anfangs versuchte ich mich in Prosa und Lyrik, wusste noch nicht, wo ich wirklich zuhause bin, bis ich irgendwann (glaube ich) meinen eigenen Stil gefunden hatte. Alles was mich beschäftigte und bewegte, verpackte ich in Gedichten und ab und zu auch in Kurzgeschichten. Gefühle mit Worten auszudrücken und auch kleine (eigene) Weisheiten – das ist es, was ich wollte. Eher zufällig machte ich im letzten Sommer Bekanntschaft mit der Fotografie und schnell wurde mir klar, wie viel Lyrik und Fotografien gemeinsam haben. Viele Bilder inspirierten mich und auch wenn meine Interpretation oftmals fernab der Intention des jeweiligen Fotografen lag, war es gerade das, was die Zusammenarbeit für beide Seiten so spannend machte. Die Bilder und Fotografien von Wolfgang Merkle - ein wunderbarer Mensch und Fotograf ;-) konnten mich von Anfang an fesseln und so ergänzt sich unsere Kreativität auf eine wundervolle Weise. Bild und Text verschmelzen nicht selten zu einem unzertrennlichen Gesamtkunstwerk.
Im August letzten Jahres erschien mein erster Gedichtband: ‚Füllhorn – Lichtstrahlen warten am Horizont’
Derzeit arbeite ich an dem Manuskript der Reihe LesArt: ‚LyroGraphische Begegnungen’ Wie der Titel schon verrät, werden dort Fotokunst zweier Fotografen und meine Lyrik miteinander vereint sein.
Ein fertiges Manuskript der Reihe LesArt – ‚BildBalladen’ liegt bereits beim Verlag zum Druck. Auch dieses Buch wird Fotos von mehreren Fotografen und Lyrik (natürlich aus meiner Feder) ;-) enthalten.
Soweit der Stand der Dinge – wie´s weitergeht weis ich doch jetzt noch nicht
Ja, Biggi wir danken dir schon mal für's Erste und wünschen dir nun 14 Tage viel Spaß hier auf unserem Podest!!
Und weil du sie so gern magst...bekommst du "deine" Gerbera 
Foto: http://www.pixelio.de
Hab vielen Dank für deine Arbeit hier! Du bist SPITZE!! 
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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Heike
Beiträge: 1.177

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| 28.01.2008 10:02 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Ja, ich bin's schon wieder Biggi 
Ich muss nicht erwähnen, dass es mir schwer fällt unter all deinen schönen Werken das "Schönste" heraus zu suchen, aber mir gefällt eines wirklich ganz besonders gut... ...und ich warte immer noch auf eine Fortsetzung...
Lisa und der Maler Wind
Lisa war allein und Schattenzungen wollten ihr Gesicht lecken, doch sie ließ es nicht zu. Sie knipste buntes Leben an, denn sie liebte diese Farbenvielfalt in der sie sich geschmeidig und lebensfroh im Rhythmus der Zauberstadt bewegte.
An vielen Tagen saß sie da und liess sich berieseln von bunten Melodien einer Regenbogenwelt. Sie folgte dem Licht und verscheucht war das Schwarz, das sie kleiden wollte wenn sie alleine war.
Von weit hörte sie ein Rufen - jemand sang ihren Namen ganz sanft - der Wind…? Ja, es war ihr Freund der Wind! Lisa lächelte ein Danke als er zum Fenster hereinschaute und sie einfach bei der Hand nahm.
"Lisa, komm aus deiner Zauberwelt ich will dir Bilder zeichnen." flüsterte der Wind - "Du wirst sehen, sie sind farbenprächtiger als alles Bunt das du je gesehen hast." Und er fing an zu erzählen…
Gebannt lauschte Lisa seinen Gemälden seine Worte waren so hübsch anzusehen …und er zeichnete und zeichnete reichte dann Lisa den Pinsel und sie tat es ihm gleich …und so redeten und redeten sie, in den schillernsten Farben und horchten lange hinein - in ihre bunt geschmückten Bilder aus Worten...
Lisa bedankte sich lächelnd und ihr Freund der Wind zwinkerte ihr wissend zu - drehte sich um und ging seines Weges...
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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Biggi
Beiträge: 2.522
Administratorin
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| 28.01.2008 11:00 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 29.01.2008 07:49 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Liebe Biggi.... deine Werke sind alle so klasse, dass es mir schwerfällt ein besonders hier auszusuchen. Stellvertretend habe ich dieses gewählt:
Melancholie im Frühnebel
Nebelweiß hängt dort im Baum und zeichnet ihn gespenstisch. Es singt der Reif im Gräserflaum, der Morgen trinkt und labt sich frisch, ruft die Natur zum Frühstückstisch.
Sonnenwarm strahlt sanftes Licht, gar heimlich durch die Zweige. Bis es im Tau sich silbern bricht und schwebend aus den Wiesen steige, legt die Nacht ihr Haupt zur Neige
Vogelzart klingt’s auf dem Dach, süß zwitschernd und harmonisch. Vorm Fenster wird das Leben wach - Tief atmend und genießerisch, stimmt die Ehrfurcht melancholisch.
  
http://www.anette-esposito.org
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Hallo Biggi, ich habe das Gedicht nicht im Gedichtehaus gefunden....du wirst wissen welches ich meine? Ich habe es mir woanders kopiert und es hier reingesetzt. Es gehört zu meinen Lieblingsgedichten, obwohl du viele schöne Gedichte geschrieben hast. Ich freue mich, das "Flieg" nun auch hier steht.

Flieg... Die Sonne strahlt ins Himmelblau und weiße Wolken schweben in eurer Hand mein Aschegrau der Staub von meinem Leben Am Bergeskamm in lauen Winden all meine Lieben dort vereint ein letzter Gruß soll uns verbinden und niemand… niemand weint Streckt aus die Hand und lasst mich fliegen mit einem Lächeln im Gesicht der Glücksmoment wird Schmerz besiegen die Asche fliegt direkt ins Licht
flieg… flieg... © Birgit Lüers
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Eleonore
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| 31.01.2008 22:41 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Hallo Biggi,
erstmal Glückwunsch zur Autorin der Woche 
Ich kenne noch nicht viele von deinen Werken, habe deswegen ein wenig auf deinen Seiten gestöbert und ein Gedicht ist mir, aufgrund des Titels, sofort ins Auge gefallen, habe es gelesen und finde es großartig. Deswegen möchte ich es hier aufführen:
Im Schweigen des alten Mannes
Die Sonne versteckt sich hinter Wolken und schwüler Luft, und seit Stunden schweigt er leise seine Gedanken. Fühlt nicht die Tränen, die dabei durch die tiefen Furchen seiner ledernen Haut rinnen.
Seine schmuddelige Hose stört ihn nicht, nicht das graue Hemd, das einmal weiß gewesen war, und auch nicht die Haare die längst ihre Facon verloren hatten. So sitzt er auf dem alten Holzstuhl, und sein Blick gilt nur ihr …dieser kleinen, zarten Blume
Ihre Schönheit und ihre Stärke, die Sanftheit und ihre Zuversicht ganz egal wie schwer das Leben war, die Schicksalsschläge – die sie gemeinsam erlitten und zu Boden gerissen hatten. Sie war so zierlich und eben doch so sehr viel stärker als er.
Kühl ist die Abendluft geworden und er sitzt noch immer im Schatten des kalten Hauses, das jetzt sein zu Hause sein sollte. Das zu Hause, das er mit Vielen teilte. Mit Vielen - nur nicht mit ihr, …die er so sehr vermisste.
Warum nur, hat er sie aus seinem Leben getrunken?
© Birgit Lüers
Diese Zeilen rühren ordentlich an meiner Seele - ich finde es schön, dass du dir diese Gedanken machst und sie zu Papier bringst. Dieses Gedicht spricht SEHR für dich !!!
Liebe Grüße,
Eleonore
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Hallo Biggi,
wie ein Schlüsselerlebnis steht dieses Bild für unsere gemeinsame Zusammenarbeit. Das Foto bekam für mich eine ganz neue Bedeutung. Waren es zunächst die gestalterischen Aspekte, welche dieses Bild zu einem meiner Favoriten werden ließ, so hat es durch diesen bedrückenden Text eine vollkommen neue Aussage bekommen und (für mich) an Wert zugelegt.
Hinter offenen Türen

Große, leerschwarze Kinderaugen Das Püppchen an der zierlichen Hand Beschmutzt das Kleidchen und zerknittert Lag sie an der trostlosen Wand ~ Stumme Schreie der Kinderseele Erstickt bevor das Leben begann
Feig’ weggeschaut und still ignoriert Was kümmert uns denn das Nebenan?
Ob sie je wieder lachen kann? ***
Liebe(s) Grüße Wolfgang
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Wicht
Beiträge: 1.533
Treue Seele

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| 01.02.2008 11:46 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Hallo liebe Biggi
Da schlendert der Wicht so im Gedichtehaus vorbei und was sieht er die Forum Queen sitzt auf dem Podest
Ganz erfürchtig neigt er sein Haupt ,und gratuliert dann aufs heftigste 
Buff ,war ganz schön schwer ,etwas auszusuchen ,denn mir gefällt alles von Dir Du große Poetin!!
Aber anderweitig war mir eine Geschichte von Dir immer in meinem Kopf ,meine Lieblingsgeschichte die auch für Dich sicherlich einen der schönsten Wendepunkte in deinem Leben gebracht hat ,den ich Dir vom Herzen gönne  Angekommen, am Wendepunkt Dort steht sie oft – erfreut sich am Spiel des Windes, der dem Laub das Singen lehrt und ihre Augen leuchten und strahlen mit der Sonne um die Wette.
Erst ein paar Wochen ist es her, da kam er. Kein edler Prinz auf einem Ross wie man ihn aus Märchen kennt und doch – hat er sie zum Leben erweckt, sie wach geküsst. Diese kleine Frau, die ihre Narben unter der Haut trug.
Lange Zeit hielt sie sich versteckt. Nutzlos und klein, kam sie sich vor. Jahrelang hatte man ihr beigebracht, sie sei nichts Wert. Ihre Meinung war nicht gefragt, ihre Wünsche wurden überhört und ihre Bedürfnisse verhöhnt. Stück für Stück schraubte man sie klein, beraubte sie ihres Ichs. Eines Tages jedoch riss sie aus, aus dem goldenen Käfig, in dem sie mit gestutzten Flügeln ausgeharrt hatte. Sie verlor auf der Flucht ihr Fleisch und Blut und so begann ein langer Leidensweg. Wie oft verließ sie die Kraft, wie oft war sie gefallen und wie oft verlor sie den Mut und den Glauben an das Recht. Doch eines hatte sie gelernt – egal wie oft und egal wie tief man fällt. Niemals - niemals darf man liegen bleiben und den Glauben an sich selbst verlieren, und so gelang es ihr, immer wieder aufzustehen, auch wenn die Glieder noch so sehr schmerzten und die Wunden höllisch brannten. Aufstehen, weiter gehen, Schritt für Schritt.
Bald legte sie sich einen Mantel zu, den sie unter ihrer Kleidung trug. Er war aus Blei und aller Schmerz den man ihr zufügen wollte, sollte daran abprallen. Ihr Herz und ihre Seele legte sie auf Eis, so konnten sie nicht bluten. Eine gläserne Schicht bildete sich darum - hauchdünn und sehr zerbrechlich. Niemand sollte es wissen, denn ihre Angst die dünne Schicht könnte zersplittern, war zu groß. Ihre Wunden heilten, brachen ab und zu erneut auf, doch sie verstand es, sie selbst zu versorgen. Sie strich Musik auf die verletzten Stellen, badete in Rhythmen und Klängen und hielt die Vernarbungen mit lyrischem Balsam geschmeidig, was ein zu schnelles Aufreißen verhindern sollte und konnte. So nahm sie ihren Mut zusammen und stellte sich wieder dem Leben. Unsicher und zaghaft zuerst, doch mit jedem Tag den sie ihren Weg verfolgte, tat sie sich leichter. Die kleine Frau suchte Ablenkung wo und wann immer es möglich war. Stille konnte sie nicht ertragen und so begann sie viel zu lachen - wurde lauter, um die Ruhe um sich herum zu übertönen, so gut es ging. Sie fixierte ihr gebrochenes Rückgrad mit einem dicken Stab aus Humor, den sie sich trotz allem, immer versucht hatte, zu bewahren. Mit jedem Monat, mit jedem Jahr, fühlte sie sich stärker, denn sie spürte ihren Fixateur und wusste, dass sie sich auf ihn verlassen konnte - dass er ihr unerträgliche Stille überdecken und den Rücken gerade halten würde.
Bis „Er“ dann kam….. Schweigend sah er in ihre Augen…. Wortlos nahm er ihre Hand und begleitete sie auf ihrem Weg. Er erahnte ihr fixiertes Rückgrad und er hörte ihr gezwungenes Lachen. Er erspähte ihren Bleimantel und er sah die gläserne Hülle, die sich um Herz und Seele gelegt hatte. Wochenlang ging er neben ihr her und redete nur, wenn es wichtig war und Sinn machte. Er lehrte sie, ihre eigene Meinung zu haben und sie auch zu äußern. Er gab ihr die Gewissheit wichtig zu sein und er zeigte ihr, dass sie einen Platz auf der Welt hatte, der nur ihr ganz allein gehörte, der nur für sie bestimmt war und den sie nutzen konnte, wie auch immer sie es für richtig hielt. Selbst Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen, auch das beherrschte sie durch seine Hilfestellung nach kurzer Zeit nahezu perfekt. Er lehrte sie, die Vergangenheit mit dem Staub des Vergessens zu bedecken und sich auf Morgen zu konzentrieren. Der Stab ihn ihrem Rücken, der sie zuvor gestützt hatte, löste sich mit jedem Tag den sie Seite an Seite gingen, langsam in Luft auf. Der bleierne Mantel rutschte ihr zaghaft, aber stetig von den Schultern und ihr Lachen erklang in neuem Ton. Sie konnte wieder aufrecht gehen. Ihre Augen hatten oft geregnet, in den letzten Wochen. Er sagte, es wäre das Wasser ihrer auftauenden Seele und eines Tages würde die Seele wieder leuchten und das Leuchten würde sich dann in ihren Augen widerspiegeln.
Nun steht sie dort… erfreut sich am Wind, ihre Augen leuchten und strahlen mit der Sonne um die Wette, und sie flüstert stumm: „Danke NOCONA… Danke Bruder…“
Ihre Gedanken flogen weiter. Hin, zu ihrem Liebsten. Fast zeitgleich war er in ihr Leben getreten, wurde ihr Freund, dem sie vom ersten Moment an erstaunlich viel Vertrauen entgegenbrachte. Er schätze sie, er würdigte sie und auch er gab ihr, genau wie NOCONA das Gefühl, wichtig und wertvoll zu sein. Er lud sie ein, am Leben teilzuhaben und sie ließ es zu. Er bereitete ihr wunderschöne Stunden und zeigte ihr, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich nicht davor verschließt und… wenn man einen Menschen hat, mit dem man diese schönen Momente teilen kann. Dieser wundervolle Mensch brachte der kleinen Frau ihr natürliches Lachen wieder vollständig zurück. Er war so sensibel und feinfühlig, konnte sich an den gleichen Dinge erfreuen wie sie auch. Ihm waren kleine Glücksmomente und Werte wichtig – so auch ihre Werte. Er genoss nicht ihre Hülle, sondern ihr ICH. Und sie genoss seine Nähe sehr und fühlte sich unglaublich wohl in seiner Gegenwart. Diese wohltuende Ruhe die er ausstrahlte, bei allem was er tat. Ruhe, die sie inzwischen gelernt hatte, wieder zu genießen. Ruhe, vor der sie nicht mehr davon lief – er machte es ihr leicht. Bei ihm durfte sie der Mensch sein, der sie war. Sie musste sich nicht verbiegen um ihm zu gefallen, oh nein – sie durfte einfach sein. Mal still und leise, mal fröhlich und vergnügt, mal verträumt oder auch mal albern. Er verstand es, ihr Leben wieder bunt zu malen. Sie mochte ihn wirklich sehr, ihren neuen Freund.
Ja, und eines Abends, als sie auf einer Anhöhe standen um dem Sonnenuntergang zuzusehen, da spürte sie ganz deutlich was sie längst ahnte, seither jedoch verdrängt hatte – nicht glauben und sich nicht eingestehen wollte. Doch nun wusste sie es genau. Sie spürte allzu deutlich dieses Knistern, das in der Abendluft lag. Wie gern hätte sie sich jetzt an ihn geschmiegt, wie gern wenigstens seine Hand gehalten, ihn einfach berührt und gespürt. Sie machte allerdings keinerlei Anstalten – traute sich nicht, ihrem Bedürfnis nachzugeben und so saugte sie dieses Naturschauspiel und diesen Rausch von überschäumendem Herzgefühl, sehr intensiv in sich auf. Nein, es war nicht nur diese herrliche Aussicht im Abendlicht, die ihre Augen feucht werden ließ, sondern auch die Gewissheit, sich in diesen wundervollen Menschen, der da in ihrer unmittelbarer Nähe stand, verliebt zu haben. Schweigend schien auch Er diesen besonderen Moment zu spüren. So standen sie stumm. Eingehüllt in heimliche Gefühle und berührt von der Sanftheit der Natur. Jede Minute die sie in seiner Gegenwart verbringen durfte, ließ sie mehr und mehr erkennen, wie sehr sie diesen Menschen liebte. Ihre Augen hatten vor Glück oft geregnet, in den letzten Wochen - sie wusste, es war das Wasser ihres auftauenden Herzens.
Als er sie dann eines Abends unter einem wundervollen Sternenhimmel zum ersten Mal in seine Arme nahm und ihr seine Liebe gestand, da wusste sie: jetzt war sie „angekommen“. Nie hatte sie tiefer empfunden, als für ihn. Sich nie geborgener und wohler gefühlt, als in seiner Nähe. Nie zuvor kannte sie einen Menschen, der sie so bedingungslos liebte, und dem sie all ihre Liebe schenken wollte und durfte. Eng schmiegte sie sich an ihn und der erste, zärtliche Kuss sollte diese tiefe, innige Liebe besiegeln.
Nun stehen sie dort… lauschen dem Wind, ihre Augen leuchten und strahlen mit der Sonne um die Wette, und beide flüstern: „Ich liebe Dich so sehr… halt’ mich fest… für immer…“
© Birgit Lüers
Liebe Grüße an Dich und weiterhin viel Spass als Autorin der Woche
LG
Frank
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Mirko
Beiträge: 536
Hausfreund/in

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| 01.02.2008 22:37 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Verzeih, liebe Birgit,
ich tue mich schwer, ein bestimmtes deiner Werke hervorzuheben, ohne dabei nicht das Gefühl zu haben, dass ich einem anderen deiner Werk ungerecht werden könnte, weil sie mich je nach eigenem (Gemüts)Zustand unterschiedlich ansprechen. So viele Male, wie ich in deinen Seiten stöbere, so unterschiedliche Texte bleiben hängen.
Ich lasse mich gerne von deinen und Wolfgangs Künsten inspirieren. Eure gemeinsamen Schritte ermutigen, selber Schritte zu wagen, ohne dem eigenen Stil untreu zu werden.
Im buchstäblichen Sinne: Einfach vorbildlich!

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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 02.02.2008 16:41 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Puuuh, rasch! Niemand hat es bisher ausgewählt und ich kann mein Glück kaum fassen, hier noch einmal Dein wundertolles Werk lyrografischer Kunst zitieren zu dürfen:
In Mutter Ehrfurchts Arm
Geheimnisvolle Sommerhitze hielt mich an zu dieser Rast an der Tür dort - eine Ritze - und so hab ich Mut gefasst diesen alten schwarzen Schuppen - gezeichnet er vom Leben war, als ein Fundstück zu entpuppen …und mir wurde sonderbar als den steinern’ Türverschluss mühsam ich beiseite schob voll Erwartung und Genuss tief atmend ich mich dann erhob.
Der Weg war frei, der Stein entfernt und im Sand nur seine Spur als Kind schon hatte ich gelernt bei Neugier, da hilft eines nur – du musst sie stillen, musst bedenken jeder Schritt bringt neues dir ich fühlte Spannung, konnt’ sie lenken ja, nun war sie wieder hier. So schob die Tür ich langsam auf und das Atmen fiel mir schwer in meiner Hand den alten Knauf stand ich im gleißend’ Lichtermeer
~
Eingefror’n zwischen der Zarge die Welt um mich herum ganz karge das Herz laut pochend - kaltwarm’ Schauern entlang des Rückens, ganz hinab drang Ehrfurcht hinter Körpermauern als ich den Glanz gesehen hab
Natürlich wirkt es gleich noch mehr, wenn man das Bild dazu sieht. Biggi, Du bist einzigartig und spitze in Deiner Handhabung von Sprache und Bild. Deine Arbeit im Forum unentbehrlich, Deine Kunst ebenfalls unentbehrlich. Du - unentbehrlich.
      
lichen Glückwunsch Dir auf dem Podest vom Undichter
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winni
Beiträge: 1.445
Treue Seele

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| 02.02.2008 18:09 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Im Gleitflug
Meine Arme Adlerschwingen und mein Geist mit mir vereint heute wird der Flug gelingen bei dem meine Seele weint
Glückes Tränen milde fließend sickernd in mein Federkleid den Moment bewusst geniessend -Eins mit der Unendlichkeit-
Birgit Lüers ------------------------------ Liebe Biggi, bin geneigt zu sagen: 'fest gemauert in der Erden ...' aber dann kommt es doch mehr auf 'o, Augenblick verweile',heraus. Weil du erkannt und es auch im Gedicht ausgedrückt hast, daß das Schöne, wie ein Blitz, nie bleiben wird und bald verlöscht.
In diesem Sinne, liebe Grüsse und alles Gute, winni
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Hinrich
Beiträge: 591
Hausfreund/in

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| 02.02.2008 19:20 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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Liebe Biggi,
ein wirklich bekennendes Gedicht, das aus Deiner Seele von Liebe spricht: Du hast das Miteinander zart beschrieben – dafür allein muss man Dich lieben – Du weißt es, was im Leben zählt, wie’s ist wenn eins dem andern fehlt.
Wir Lieben Du und ich Yin und Yang Himmel und Erde Lieben und Leiden Freunden und Trauer Entstehen und Vergehen --------------------------- Nicht das Eine ohne das Andere
 Drum ist mir auch die Wahl nicht schwer gefallen und habe ausgesucht eines der schönsten von allen:
Wir
Aus Dir und mir, entstand das Wir so wunderbar und unbeschreiblich.
Oftmals, da vermiss ich Dich, dann schließ ich einfach meine Lider, kann Dich sehn in meinen Räumen, deutlich klar in Sehnsuchtschäumen.
Kann sie fühlen Deine Nähe, spür’ Deine Arme mich umschlingen, Deine Stimme in mich dringen, Deiner Liebe ganze Kraft –
Eingebrannt ganz tief in mir, dieses wundervolle Wir © Birgit Lüers – 6.9.2007

Liebe Grüße Hinrich
©whp
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Biggi
Beiträge: 2.522
Administratorin
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| 04.02.2008 16:40 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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So, nun möchte ich mich mal bei allen Bedanken, die hier ihren 'Favoriten' aus meinen Gedichten präsentiert haben und ebensosehr für eure lieben und anerkennenden Worte.
Ich muss sagen (alle die schon Autor/in der Woche waren werden es wissen) es ist ganz schön spannend, wenn man entdeckt: aha - ein neuer Beitrag. Welches Gedicht mag sie oder er wohl ausgesucht haben? Also alle, die noch an die Reihe kommen und künftig hier auf dem 'Podest' stehen werden, dürfen schonmal in Vorfreude baden. Das ist wirklich eine schöne, spannende Sache! 
Ganz ganz herzlichen Dank euch allen!

&
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Heike
Beiträge: 1.177

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| 10.02.2008 10:04 |
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| RE: AUTOR DER WOCHE |
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So, meine liebe Biggi, passend zu deinem Geburtstag ist auch hier das "Ende" erreicht und du hast ordentlich Zeit zum Feiern 
Uns hat es hier mal wieder großen Spaß gemacht in deinen Werken zu stöbern und das jeweils Beste "rauszuholen"...
du bist einfach eine tolle Poetin! 
Wie du ja schon geschrieben hast,war es für dich auch sehr schön und du hast es genossen!
Dafür vielen Dank und für deinen heutigen Tag wünschen wir dir noch eine Menge Spaß!
Wir stossen auf dich an!
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.[small]- Hermann Hesse- [small]
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