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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 19.02.2008 22:53 |
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Wenn Herz auf Herz sich zärtlich Liebe singen und decken sacht auf innigliche Weis, dann hüpfen Sterne glitzernd mir und klingen der goldne Mond er winket lächelnd leis, und Sonnen singen zart mit ihren Stimmen in warmen Strahlen mir das Himmelreich.
So ist die Lieb ein selges Wunderleben, nach der es gilt mit ganzem Herzen streben!
c / monika wilhelm
hier noch eine erklärung zur stanze:wikipedia
Die Stanze (Ottava rima) ist eine aus Italien stammende Gedichtform, die aus acht elfsilbigen Verszeilen mit dem Reimschema abababcc besteht. Im Deutschen weist die Stanze meist abwechselnd weibliche und männliche Kadenzen, einen fünfhebigen Jambus und eine Zweiteilung (V. 1-6 und 7-8) mit entsprechendem Wandel im Rhythmus auf.
Beispiel:
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,11 Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.10 Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?11 Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?10 Ihr drängt euch zu! Nun gut, so mögt ihr walten,11 Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;10 Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert11 Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.11 (Goethe: Faust I, Zueignung)
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Liebe Monimohn!!!
Das finde ich total super, dass du die Stanze hier erklärt hast!!!!!!!!!!! Denn das ist auch etwas, was ich hier möchte... d a z u l e r n e n ... Ich habe mir zwar schon ein schlaues Buch gekauft "Zwischen Handwerk und Inspiration" - kann ich übrigens sehr empfehlen - aber dort steht bei weitem nicht alles drin. Und ich weiß nicht, wer es sagte, aber ich glaube, es war Anton G. Leitner: 30% ist Inspiration und 70% Handwerk. Und man hat mit geraten, dieses Handwerk zu erlernen, in dem ich lese und studiere... Lyrik... und wenn dazu noch die Erklärung folgt... echt super 
Nun hast du mich so begeistert, dass ich das Gedicht ganz vergessen habe: wunderschön ... 
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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 20.02.2008 11:52 |
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DAS IST EINE SUPER IDEE!!!!!!!!
 Ich bin dabei!
(nüngverdrizlers ...äh was ? )
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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 20.02.2008 16:48 |
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also..soweit i des erkenn und vereinfacht eine mischung aus verkehrtem elfchen und haiku..oda so und noch witzig solls sein..des is der schwierigkeitsgrad
.. also..i hab no nix verdrizelt..
doch papa wikipedia schreibt dies so:
(immer klein geschrieben, unbestimmtes Geschlecht): ein wortspielerisches, oft scherzhaftes Kurzgedicht aus vier Zeilen der Länge neun, vier, drei und zwei Silben. Ähnlich dem japanischen Haiku, dem angelsächsischen Limerick oder dem Elfchen kommt es auch beim nüngverdrizler darauf an, in einem eng vorgegebenen Rahmen eine Geschichte zu erzählen. Charakteristisch für nüngverdrizler ist außerdem die wortspielerische Komponente, da dasselbe Reimwort zweimal verwendet wird, aber nicht mit identischem Sinn.
Folgende Regeln kennzeichnen ein nüngverdrizler-Gedicht:
1. das Gedicht beginnt und endet unbetont in Zeile eins sowie in Zeile zwei bis vier, der Versfuß ist ein Jambus;
2. das Reimwort der ersten Zeile kehrt in Zeile drei und vier wieder, und zwar so zerlegt, dass sich eine möglichst überraschende Sinnveränderung ergibt, z.B.: "unterjochen - unter Jochen";
3. jede Zeile soll etwas Wesentliches hinzufügen;
4. je mehrdeutiger und überraschender, umso besser;
5. die Überschrift sollte dem Gedicht ebenfalls etwas Neues, Überraschendes oder Sinnveränderndes hinzufügen;
6. es gibt im nüngverdrizler nur Kleinschreibung und keine Satzzeichen;
7. außer von der Vierzeiligkeit darf von jeder dieser Regeln eine Ausnahme gemacht werden, wenn das Gedicht dadurch gewinnt.
nüngverdrizler sind in dieser Form eine neue, noch weitgehend unbekannte Gedichtart. Es gibt zahlreiche ähnliche Ansätze sowohl in der Volksdichtung (z.B. "Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft") als auch bei namhaften Dichtern. Für nüngverdrizler charakteristisch ist aber deren formale Strenge durch die Festlegung auf Silben- und Zeilenzahl sowie ein einheitliches Versmaß.
Die Tätigkeit des nüngverdrizler-Schreibens wird "nüngverdrizeln" genannt. Sie ist vergleichsweise leicht zu erlernen und fördert einen spielerisch offenen Umgang mit Sprache. So kann sie gleichermaßen als Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht, als kreativer Zeitvertreib oder als ernsthafte Dichtung begriffen und betrieben werden.
Beispiele:
liebkosten
so manchen kommt ein abenteuer
wenn es ihm kommt
am abend
teuer
trill
seit marvin hansi will versorgen
macht mami der
kadaver
sorgen
fall für sich
ein depp fand stehend nie gefallen
er ging als held
im kriege
fallen
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Mirko
Beiträge: 536
Hausfreund/in

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| 20.02.2008 19:01 |
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Im Forum Garten-der-Poesie gibt es ein "Poetenzentrum" und dort den "Runden Tisch" und dort den Bereich "Gedichtewissen". Dort findet ihr noch weitere Erklärungen zu dichterischen Begriffen. Ich finde, dort passt auch deine Wiki-Erläuterung sehr gut. Allerdings hab ich über engl. Sonetten nix gefunden.
Unter http://www.edition-elf.de & http://www.omnipoesie.de/sonett.htm sind auch ganz tolle Dinge zu erfahren.
LG MirKo
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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 20.02.2008 20:59 |
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Leonardo
Beiträge: 43
Amateur
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| 22.02.2008 08:41 |
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auf ... wunderschön... liebe monimohn
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Mir wurde ein großes Wunder zuteil und es ist ein Singen in meinem Herzen, das ich nicht mehr hergebe!
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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 22.02.2008 09:58 |
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dank dir, leonchen...
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Mirko
Beiträge: 536
Hausfreund/in

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| 23.02.2008 02:33 |
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Nix braucht dir Leid zu tun, es war gut und so gemeint, dass du da ergänzend Wissenswertes findest und neues Wissen einbringen kannst.
Dass du hier deine Beiträge mit Sachwissen ergänzt, dagegen spricht nichts - ich bin nicht der Moderator...

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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 23.02.2008 11:45 |
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weisst..ich hab mir gedacht..wenn unmittelbar darunter eine erklärung steht...ist es für den leser leichter nachvollziehbar und es lädt ein, es auch einmal zu probieren...da es das *schwere* verliert...
danke dir, lieber mirko
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Mirko
Beiträge: 536
Hausfreund/in

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| 23.02.2008 22:16 |
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Liebe Monimohn, das hast du recht, denn dann muss man nicht erst lange suchen. Ich habe deine Hinweise jedenfalls hier gerne, es ist ja auch dein Gedichtezimmer... in der großen WG Gedichtehaus.

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Gram
Beiträge: 301
Profi

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| 25.02.2008 11:11 |
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Hehe, ich hab mal in einer Stanzerei(Metall) gearbeitet. Auch wenn die Atmosphäre eigentlich eher zu Industrial "Musik" inspirierte, fing ich tatsächlich in dieser Zeit an, Gedichte zu schreiben. Schon seltsam, was einen so alles zu inspirieren vermag.
lg, Tobi!
IN VINO CARITAS
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Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

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| 25.02.2008 12:08 |
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*grins* ... das ist ein echter zufall, lieber tobi..und hat mich zum grinsen gebracht...
die wege des Schreibens sind oft unergründlich....und wir sehen....wir sind alle HIER....
DANKE FÜR deinen beitrag hier bei mir
moni
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