|
|
Blondy
Beiträge: 201
Kenner

|
| 25.02.2008 10:23 |
|
|
Dann ist es zu spät
Der Mensch an Deiner Seite er liebt Dich unverzagt, obwohl in aller Breite oft Kummer an ihm nagt.
Ein Teil des ganzen Lebens will er von Dir gern sein, doch wartet er vergebens, Du lässt ihn oft allein.
Gehetzt von den Terminen jagst Du von Ort zu Ort. Du siehst nicht die Ruinen, vom letzten lieben Wort.
Zu wenig wird gesprochen, zu wenig nachgefragt. Du lebst recht abgebrochen, Gefühle sind vertagt.
Für Dich ist selbstverständlich, Dein Gegenüber da und doch ist jeder endlich und Abschied immer nah.
Reist einst zu ihm mit Kähnen der Tod, der nichts verschmäht, weinst du Milliarden Tränen, doch dann ist es zu spät!
© Helga Kurowski 1990
| | |
|
Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

|
| 25.02.2008 10:45 |
|
|
|
Au Backe... liebe Helga, irgendwie hast du heut morgen wohl genau das richtige Gedicht hier reingesetzt, das bestimmt für so manchen, der in Krise steckt, Bedeutung und mahnende Worte darstellt.  
http://www.anette-esposito.org
| | |
|
Eleonore
|
| 25.02.2008 11:56 |
|
|
|
Ein sehr starkes - und sehr gutes Gedicht, liebe Helga 
Wie recht du mit deinen Worten hast, denn leider stehen viele Leute am Ende da und stellen sich die Frage, warum sie erst jetzt sehen!
Man sollte bewußt leben und geschenkte Liebe nicht als selbstverständlich ansehen 
Dir einen schönen Tag - und DANKE für diese äußerst guten Zeilen 
Eleonore
| | |
|
Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

|
| 25.02.2008 13:15 |
|
|
|
Bah, Treffer. Volltreffer, versenkt, heute. Helga, mit dem Gedicht triffst Du natürlich öfter ins Schwarze, aber Bullseye der Gefühle bei sovielen, das ist schon selten. Es ist hervorragend geschrieben und gerade daher kann ich im Moment, erstickt, nicht mehr hervorbringen als:
   der Undichter
| | |
|
Monimohn
Beiträge: 622
Hausfreund/in

|
| 25.02.2008 13:20 |
|
|
|
mag nicht viel schreiben...nur etwas hinzusetzen, wenn ich darf und danke sagen....
es ist ein lied von reinhard mey...vielleicht kennst du es ja lieben gruß moni
Es ist immer zu spät
Es ist immer zu spät, Ungläubig siehst du zu. Es ist immer zu spät, Die Dinge sind schneller als du. Die Zeit ist immer zu knapp, Schreib‘ deinen Brief noch heut‘ und lauf, Gib ihn heute noch ab, Es wartet jemand darauf, Mit Bangen und Hoffen, Die Arme weit offen. Doch die Zeit kommt dir zuvor Und wieder stehst du vor Verschlossenem Tor. Es ist immer zu spät.
Es ist immer zu spät. Wie du dich sträubst, egal. Es ist immer zu spät, Es gibt kein nächstes Mal. Du bist so nah dran, Steh auf, da ist ein Telefon. Nimm deinen Mut, ruf einfach an, So lange warten sie schon. Du kannst sie noch erreichen, Gib nur ein Lebenszeichen. Ja, sofort. Ja, nachher. Sie warten nicht mehr. Das Zimmer ist leer. Es ist immer zu spät.
Es ist immer zu spät, du hast es nicht gewagt, Dein ich liebe dich bleibt immer ungesagt. Den versproch‘nen Besuch hast du nicht gemacht, Du hast nicht mehr an ihrem Bett gewacht, Du hast die Blume nicht ins Haus gebracht Vorm ersten Frost in der sternklaren Nacht. Es ist immer zu spät.
Es ist immer zu spät, Die Chance ist schon verpaßt Es ist immer zu spät, Wenn du begriffen hast. Die Bitte zu Verzeih‘n, Die du zögernd verdrängst, Sprich sie aus und lenk‘ ein, Du wolltest es längst. Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig ‘rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt‘ ich doch! – Einerlei. Könnt‘ ich doch noch! – Vorbei.
Reinhard Mey
| | |
|
Aykan
Beiträge: 962
Hausfreund/in

|
| 25.02.2008 19:22 |
|
|
|
|
|
|
|
liebe Helga, wie sehr mag ich deine Gedichte.
Alles Liebe
Heidemarie
| | |
|
Blondy
Beiträge: 201
Kenner

|
| 26.02.2008 16:47 |
|
|
|
|
|
|