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Arnulf
Beiträge: 56
Amateur
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| 03.04.2008 21:19 |
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Am Morgen danach
Am Morgen danach steh ich ratlos einsam vorm Spiegel, der über dem Becken hängt, erschrocken beim Anblick, der gleichsam dem Ratlosen schnelle Taten aufdrängt.
Der da zurückblickt und gnadenlos starrt mit Augen, aus denen der Schlummer hängt, ist sicher ein Wesen der anderen Art von Ohren, Stoppeln und Haaren bedrängt.
Das Wesen erinnert an jene gequälten, verurteilten Seelen im Jüngsten Gericht, die fern von glücklichen Auserwählten im Feuer schmoren mit fahlem Gesicht.
Und wie zur Erlösung aus Hölle und Pein rüttelt SIE sanft die Toilettenklinke. Du, Schatz, ich will hier auch mal rein! Die Rettung, bevor ich in Mitleid ertrinke!
Die gute Tat, sie schützt vor der Hölle, sie strahlt nach außen und gibt Kraft. Zum Teufel mit meiner Narzissmus-Delle Ich schaffe Platz eh´ sie mich schafft.
SIE sagte „Schatz“ zum gequälten Wesen, bevor es sich vor Mitleid erbrach. Ohne SIE wäre keine Erlösung gewesen am Morgen danach.
-------------------------------------------------- Ein Optimist ist ein ausgeheilter Pessimist
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 03.04.2008 21:24 |
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Mirko
Beiträge: 536
Hausfreund/in

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| 03.04.2008 22:10 |
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Toll be- und geschrieben. Ich überlass meinen Spiegel dann doch lieber dem weiblichen Wesen, wenn mich aus dem Spiegel einer anstarrt, den ich zuvor noch nie gesehen hab.
LG 
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Arnulf
Beiträge: 56
Amateur
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| 05.04.2008 16:05 |
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*lach* Mirko,
da bin ich ja noch eine Spur realistischer 
Meine Strophen sind natürlich eher grotesk-selbstironisch gemeint. Aber die Frauen retten einen schon sehr oft, ja, ja!
lg Arnulf
-------------------------------------------------- Ein Optimist ist ein ausgeheilter Pessimist
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