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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Rügenrabe Offline


Amateur


Beiträge: 52

07.04.2008 21:51
Mein erstes Gedichtsbuch Antworten

Rügenrabe

Ich schreibe Gedichte, wegen der Lust an der Sache, dabei oft aus der Sicht einer Frau.

Mein erstes Gedichtsbuch

Titel: Melancholie auf Rügen
Autor: Rügen-Autor-Horst Husner
Verlag: BS-VERLAG-ROSTOCK,
ISBN: 978-3-89954-226-4
Seiten: 80
Preis: 8,70 €

Es sind Gedichte welche mit einem Hauch Melancholie die Mentalität der Insel Rügen erahnen lassen.

Hier drei wahllos ausgesuchte Gedichte aus dem Buch.
Sollten diese gefallen, gefällt dem Betrachter ohne Ausnahme das ganze Werk.


Abenddämmerung

Die Ostsee verschluckte die Sonne am Abend,
als auf Rügen ich stand am Strand,
rot färbte sie die Insel durch ihren Feuerball,
vor dem ich schützte meine Augen mit der Hand

Der säuselnde Wind mit den Wellen spielte,
davon kamen nun immer mehr,
am Horizont,
noch ein Schiff sich schob am Himmel entlang,
ganz langsam, träge und schwer.

Die Möwen sie schrieen in einem Klageton,
ich hörte dieses allzu gerne,
manche flogen aufs Meer, Richtung Abendrot,
wo dann verstummte ihr Geschrei in der Ferne.



NÄCHTLICHES PANORAMA


Spät habe ich mich noch aufgemacht,
zu wandern am Proraer Strand,
die Ostsee war ruhig, der Himmel so klar,
da konnte ich sehen das Sassnitzer Land.

Viele Lichter tanzten dort hin und her,
hell erleuchtet war dessen Hafen,
große Boote lagen am Kai so schwer,
die Stadt selber, schien wohl zu schlafen.

Doch ihr feuriges Funkeln faszinierte mich,
auch sich das Spiegeln in der nächtlichen See,
denn aus der Ferne sah aus, jene kleine Hafenstadt,
prachtvoll und schön, so wie ein Collier.



ABENDSTIMMUNG

Wenn der Mond am späten Abend
erst auf die Kirchuhr scheint
und ich kann sehen deren goldenes Ziffernblatt,
dann hat der Tag sich allmählich mit der Nacht vereint,
und der Schlaf fällt ein in die Stadt.

Nun kuscheln zusammen, die sich lieben und so,
wer jetzt noch einsam ist, versinkt in Träume,
der Herbstwind spielt mit den Blättern in den Straßen,
und es rauschen ihm zu Willen die Bäume.

Das Feuer im Kamin erhellt mein Zimmer,
ich lese ein Buch und genieße die Wärme,
doch hin und wieder
schaue ich auch zum Fenster hinaus,
seh` dann die Lichter der Stadt und die Sterne.



Das zweite Gedichtsbuch mit dem Namen“ Ein Hauch von Rügen“erscheint demnächst.

Hier auch drei wahllos ausgesuchte Gedichte aus dem Buch.



Seelenverwandt

In manchen Nächten
schau ich traurig auf die Sterne,
dann beruhigt sich mein Herz im Nu,
wenn sie da leuchten,
still und einsam in der Ferne,
seh wie verzaubert, ich lange ihnen zu.

Was mag es sein,
das mich so fasziniert,
warum ergreift mich,
ihr herrlich goldener Schein,
sie sind so viele - da oben am dunklen Himmel,
aber trotzdem - für sich jeder ganz allein.

Ich liebe das Funkeln dieser Sterne
und erzähle ihnen, was mich traurig macht,
mitunter blinzeln sie,
als ob sie mich verstehen,
dennoch schweigend –
durchbricht ihr Licht die Nacht.



Die Möwe Leilah

Mit gebrochenem Flügel lag sie am Strad,
eine Möwe, die der Tod angehaucht,
diese fand ich durch Zufall bei den Dünen im Sand,
vom Sturm - und Regen mißbraucht.

Ich hob sie auf, auch gegen ihren Willen,
die Möwe war nicht dazu bereit,
mit Worten ich konnte ihr die Angst nicht stillen,
sie zitterte am ganzen Leib.

Das Schicksal hatte es nicht gut gemeint,
mit diesem Tier was die Freiheit so liebt,
ich hielt den Händen jenes zarte Wesen
und sah wie es das Leben aufgibt.

Die Möwe ein letztes Mal zum Himmel aufschrie,
als der Wind sie umarmte im Klagen,
ich gab ihr noch den schönen Namen Leilah,
dann - hörte ihr Herz auf zu schlagen.


Pfadfinderidylle auf Rügen

In Altefähr saßen wir
um ein Feuer am Sund
und sind die ganze Nacht dort geblieben,
ein jeder erzählte von seinen Abenteuern,
wenn auch manches wohl war übertrieben.

Die Funken der Glut,
sie stiegen hoch in den Himmel
und ersetzten dort fehlende Sterne,
von einem Dom war zu hören der Glockenton,
schwer und traurig - irgendwo in der Ferne.

Alle rückten zusammen
und sangen nun Lieder,
sowie ich sie gehört hab noch nie,
die Schönsten summten wir immer wieder
und versanken in Melancholie.

Über das Wasser
sah man vom Festland den Hafen,
dort vertaut lagen Schiffe an den Mauern,
es sah aus als würde die Stadt Stralsund -
die Insel Rügen mit ihrer Flotte belauern.

Wie nun erwachte am Horizont das Morgengrauen,
weil die Nacht auf den Morgen traf,
da legte ich mich nieder
am Ufer vom Sund
und fiel - in einen tiefen Schlaf.



Tschüß und macht’s gut.

Horst Husner


Angefügte Bilder:
Kaff 1.jpg   Kaff 2.jpg  
Biggi Offline

Administratorin

Beiträge: 2.524

07.04.2008 23:49
#2 RE: Mein erstes Gedichtsbuch Antworten

..sehr ansprechende Cover, Horst!
Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Büchern und viele begeisterte Leser

Danke für die Leseproben.

Eigentlich...so bildhaft wie du schreibst...
man kaufe sich eins deiner Bücher (oder besser beide) und hat somit den Rügenurlaub gespart.
Das is ne tolle Sache für die Haushaltskasse

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