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Die Verlassene
In Gedanken versunken sitz ich in meinem Zimmer und schaue auf die tickende Uhr, ihr langer Pendel schlägt schwer – da hin und her, dieses bringt mir im Innern die Ruhe.
Rot funkelt der Wein den ich zum Munde mir führe, halt ihn in einem Glas gefangen, bei jedem Schluck muss ich denken an den Liebsten mein und an den Tag , wo er von mir gegangen.
Ich will hier auf ihn warten, auch wenn es keiner versteht, selbst wenn er sein mag von mir so weit, seine Spuren sind irgendwann nun vom Winde verweht, nach dem er verliess mich - vor langer Zeit.
Schon wieder ist Winter und der Schnee fällt ganz sacht, tief verschneit scheint jetzt alles zu schlafen, durch das Fenster kann ich sehen die alte Scheune, hinter der wir frisch verliebt uns oft trafen.
In manchen Nächten singen heulend nun eisiege Stürme ihr Lied, von Liebe, von Leid und vom Glück, wenn mein Schatz einst verstehen wird diese traurige Weise, ja, dann kommt er zu mir zurück.
Horst Husner
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