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Blondy
Beiträge: 201
Kenner

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| 17.04.2008 20:46 |
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An meinen Vater
Vater im entfernten Grabe ruhst Du, es ist lang schon her, ohne Liebe, ohne Habe und die Erde drückt so schwer.
Vater nie hab ich gesehen Deine Schwächen, Deinen Mut, ja und doch kann ich verstehen, dass ich bin von Deinem Blut.
Als man Dich zu Grabe brachte war ich noch nicht geboren. Alle weinten keiner lachte, denn Du schienst verloren.
Vater heute lebst Du wieder, Deine Seele wacht in mir. Das Talent für Vers und Lieder habe ich allein von Dir.
Und werde ich einmal vergehen wie Du vor langer Zeit, dann wirst du schon dort oben stehen am Tor zur Ewigkeit.
Doch soll uns dann die Sonne scheinen und Vöglein singen dort im Wind und alle lachen, keiner weinen, dies wünscht sich heut Dein Erdenkind!
Helga Kurowski /1977 Zum Andenken an meinen Vater Erich Renz 1940 - 1963
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Hinrich
Beiträge: 591
Hausfreund/in

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| 21.04.2008 20:45 |
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Liebe Helga,
Dein Gedicht ist nicht nur ein Erinnern an einen Menschen, den Du tief in Deinem Herzen trägst, sondern auch ein Zeugnis einer ungelebten und dennoch starken, von unbewusster Sehnsucht getriebenen Liebe.
Du hast dieses Gedicht als Kind geschrieben und doch klingt es nach großer Reife, nach einem Verstehen des unabänderlichen und zugleich einem Danke, dass es ihn einmal gab und tief im Herzen immer noch gibt.
In Antwort auf: Vater heute lebst Du wieder, Deine Seele wacht in mir. Das Talent für Vers und Lieder habe ich allein von Dir.
Schöner kann man seine stille Liebe nicht in Worte fassen. Ich vermute, Du würdest heute nicht anders schreiben.
Liebe Grüße Hinrich
©whp
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liebe Helga, ich finde es schön, dass du deinem Vater dieses liebevollen Zeilen gewidmet hast.
Heidemarie
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Blondy
Beiträge: 201
Kenner

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| 22.04.2008 07:36 |
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