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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 19.06.2008 07:11 |
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Ruhe sanft
Stumm steh ich an deinem Bette. Eben schien dein Blick noch warm. Ach wie gerne ich jetzt hätte deinen Trost in deinem Arm.
Bleich sind Hände, Lippen, Wangen. Starr und reglos liegst du dort. Leis‘ bist du davon gegangen, heimlich, hin zum andern Ort.
Weich, entspannt sind deine Züge. Fast ein Lächeln zeigt dein Mund. Warum ist’s mir nicht genüge? Warst doch lang nicht mehr gesund.
Noch kann ich ihn nicht begreifen, diesen ungekannten Schmerz, der im Innern mir will reifen und sich bäumt in meinem Herz.
„Lasst mich gehen!“- deine Bitte. Werd ich irgendwann verstehn? Letzter Gang mit schwerem Schritte. Werden wir uns wiedersehn?
Friede zieht nun ein in Stille, der dem Raum die Trauer nimmt. Ruhe sanft! Es war der Wille dessen, der die Zeit bestimmt.
http://www.anette-esposito.org
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liebe Anette,
schöne und berührende Worte hast du hier geschrieben,
sehr viel Liebe schwingt da mit,
den anderen gehen lassen, auch eine Art von Liebe...
meine liebste und schwerstkranke Freundin hat gesagt.......... wenn ich gehen muss....
dann halte mich nicht............ lass mich gehen,........... ich will nicht mehr leiden
und ich habe nur noch geweint...
doch so ist Liebe
Heidemarie
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@:Unerträglich quält mich Stille, die den Raum erdrückend füllt.
Hallo Anette,
vor einem Jahr ist mein Vater gestorben. Als ich mich ganz alleine von ihm verabschiedete, empfand ich genau das Gegenteil. Eine Stille, eine innere Ruhe, wie ich sie noch nie in meinem Leben zuvor empfand.
Und wenn ich mir durch dieses Gedicht diesen Moment wieder in Erinnerung rufe, ist sie fast schon wieder da, diese Ruhe, diese wunderschöne, fast feierliche Stille.
Wie unterschiedlich doch Menschen diese Situation empfinden.
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 20.06.2008 11:00 |
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Hallo Anette,
ich wollte dich nicht umstimmen, nein. Jeder Mensch hat seine Einstellung zum Tod oder verdrängt dieses Thema und kann dann nicht damit umgehen, wenn er damit konfontiert wird.
Viele Grüße Wolfgang
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also ich finde nicht nur Anettes Zeilen sehr bewegend, sondern auch, ich habe gar keine Wort dafür, toll eben, wenn Anette deine Erfahrung, Wolfgang, mit der Stille aufgreift, (aber nur) wenn sie diesen Momnet nicht aus ihrer eigenen Gefühlwelt niedergeschrieben hat, was ich daraus entnehme. Um so respektvoller sind dir diese Zeilen gelungen, liebe Anette 
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 20.06.2008 12:44 |
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danke Iris, nein, wie du es schon schriebst, ich habe keinerlei Erfahrung mit dieser Situation bisher machen müssen.
Wolfgang, ich hatte deine Antwort überdacht und eben "Deine" Gefühle dor hineingebaut. Sicher kann es auch andere gefühle in den MOmenten geben.
http://www.anette-esposito.org
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Hallo Anette,
für mich ist dieses Gedicht jetzt stimmig.
Vielen Dank Wolfgang
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 20.06.2008 22:37 |
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