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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 05.07.2008 11:00 |
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Unlive my life
Retracing every step by step as if I could unlive my life I still leave footprints on your beach.
With painful flashbacks as my map as if I could forgive my life you are forever out of reach.
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Arnulf
Beiträge: 56
Amateur
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| 06.07.2008 20:26 |
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A poem in English - what a surprise! But well done, Arne.
"Unlive" as a verb seems to be your personal creation as I never came across that word. But the meaning is clear in the context of your poem and a really good choice. (By the way...to my feeling the heading should be "Unliving my life")
But why did you write in English? To create a distance?
-------------------------------------------------- Ein Optimist ist ein ausgeheilter Pessimist
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In Antwort auf: But why did you write in English? To create a distance?
Ich denke, ja deshalb. Und vielleicht reicht die deutsche Sprache nicht mehr...
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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 06.07.2008 22:24 |
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Danke für die Ideen und die Kommentare . Das mit dem Englisch ist ganz einfach - es ist meine zweite Sprache und im Moment habe ich halt eine englische Phase. Die geht auch wieder vorbei. Ich weiß halt nicht, ob es eigentlich ins Gedichtehaus passt. Wenn nicht, einfach Bescheid sagen. Einigen Gefühlen und Erinnerungen bin ich im Englischen näher und dann brächte es eine Distanz herein, in Deutsch zu schreiben. "Unlive" ist meine Wortkreation. Unlive My Life ist angelehnt an den Liedtitel Unchain My Heart.
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 07.07.2008 07:00 |
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wenn ein englisches Gedicht aus deinen unreigenen Gefühlen herausfließt, ist das schon ok, lieber Arne. Ich allerdings bin dieser Sprache leider nicht allzu mächtig, so dass ich doch etwas Mühe habe das ganze zu verstehen.Ich muss schon meine grauen Zellen dabei ein wenig anstrengen. Da liegt mir italienisch näher, wobei ich behaupten möchte, dass man in dieser Sprache noch intensiver Gefühle mit Worten auszudrücken vermag. Dazu ist eben die deutsche Sprache eine sehr kalte und harte. Aber wenn du die Gedichte in etwa frei übersetztest, würde es vielen bestimmt leichter machen. Ich glaube auch nicht dass du ,wie Arnulf fragt: "to create a distance?" beabsichtigst eine Distanz herbeizuführen. Es sind deine Gefühle, deine Worte. !! In diesem Sinne "8x57-Mauser"..   
Camminare nella vita non e`sempre un cammino! frei übersetzt: "durch das Leben zu gehen ist nicht immer ein Spaziergang"
http://www.anette-esposito.org
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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 07.07.2008 07:18 |
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Grobe Übersetzung:
Verfolgend jeden Schritt für Schritt als ob ich rückwärts lebt' mein Leben laß Spuren ich auf Deinem Strand.
Den Schmerz als Karte trag ich mit als könnt' Verzeihung ich mir geben nie wieder spür' ich Deine Hand.
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A few little lines with much content.
Nowadays I have to remind myself that german is my mothertongue and not english. Sometimes english expresses greater feelings than german....
Ich persönlich habe die deutsche Sprache nie als kalt oder hart empfunden... gemein sein kann man in jeder Sprache, aber mir persönlich bietet die deutsche so viele Möglichkeiten... da sollte man sich nur mal mit den alten ichtern beschäftigen...was manchmal aufgesetzt klingen mag, birgt hin und wieder mehr Wahrheit als unseren heutigen Formulierungen....
richtig toll gemacht, Arne 
There's something out there meant for me
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In Antwort auf: Ich glaube auch nicht dass du ,wie Arnulf fragt: "to create a distance?" beabsichtigst eine Distanz herbeizuführen.
Ich denke Arnulf hat die Frage so gemeint: Eine Distance zu seinen eigenen Gefühlen herzustellen. Denn manchmal ist es hilfreich, diese Distance für sich zu schaffen...
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Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele

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| 08.07.2008 07:39 |
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Ach liebe Taube, man sollte nicht immer psychotherapeutisch versuchen alles Mögliche zu analysieren, ist auch nicht unbedingt relevant. Ob es hilfreich ist oder nicht, eine Distanz zu seinen eigenen Gefühlen herzustellen ist selbstverständlich auch von Fall zu Fall verschieden. ich denke aber nicht, dass Arnulf diese Distanz gemeint hat. Erfahrungsgemäß möchte ich dazu sagen, dass ich behaupte, wenn jemand schreibt, es darin immer einen Bezug zu den eigenen Gefühlen gibt, sei es aus persönlichen Begegnungen mit Menschen, Situationen,Erlebtem ect oder aus Beobachtungen des Umfeldes heraus woraus Eindrücke entstehen, die durchaus in der eigenen Gefühlswelt Spuren hinterlassen. Allein die Art und Weise mit der man diese Gefühle ausdrückt, verarbeitet oder eben nicht ist hierbei relativ. In diesem Sinne 
http://www.anette-esposito.org
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Ich denke, man kann aus der Art und Weise wie ein 'Dichter' schreibt, welche Worte und Metaphern er gebraucht etc. viel über den Schreiber erfahren. Mit psycho-therapeutischer Analyse hat das wohl eher wenig zu tun...
Ich persönlich schaffe mit allem was ich schreibe eine Distanz zu dem was in meinem Kopf vorgeht. Ich schreibe es quasi von der Seele weg. Es hilft mir ungemein.
Die Frage, die Arnulf in den Raum geworfen hat, ist, warum unser Arne in einem deutschsprachigen Forum Englisch schreibt. Beantworten, so oder so, kann sie Arne nur selber.
VG Iris
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Arnulf
Beiträge: 56
Amateur
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| 11.07.2008 00:18 |
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Hallo, ihr Lieben,
ich denke inzwischen, dass Arne sein Gedicht einfach so ohne ohne "Distanzgedanken" eingestellt hat, wie er das ja auch gesagt hat. Meine Frage war auch nicht so grundlegend ernst gemeint, ich war nur überrascht über die englische Fassung, die ich aber begrüße.
Wenn übersetzt, würde ich auch alle fremdsprachigen Gedichte begrüßen, ob englisch, italienisch, spanisch oder französisch. Die mediterranen Formen klingen oft sehr viel poetischer als die deutschen und man kann einiges dazulernen.
lg Arnulf
-------------------------------------------------- Ein Optimist ist ein ausgeheilter Pessimist
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Arne
Beiträge: 618
Hausfreund/in

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| 11.07.2008 08:25 |
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Es ist so einfach, wie Arnulf sagt. Ich habe einem Reflex folgend mein Gedicht hier eingestellt, welches nun einmal in Englisch geschrieben wurde. Erst nach unserer Diskussion habe ich mir überlegt, englische Gedichte eher anderswo anzubringen. Inzwischen bin ich dafür wieder nach e-stories ausgewichen, was sehr unbefriedigend ist.
Arnulf, hab herzlichen Dank für Deinen Kommentar und Deine Ermunterung. I am happy you liked it 
So, Kaffe trinken und dann wird was geschafft ...

der Undichter
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Lieber Arne, man(n) sollte wohl nicht immer den weg des geringsten widerstandes gehen und erst gar nicht, wenn es dann auch noch unbefriedigend ist.  Diskussionen sind doch etwas sehr positives, etwas was uns gemeinsam vorwärts bringt und uns einander kennenlernen und gemeinsam wachsen lässt.
Frohes Schaffen! LG Iris
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