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 Anette Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
Anette
Beiträge: 2.099
Treue Seele



05.11.2008 10:35
Undichte Dichtung antworten
Undichte Dichtung

Ein Dichter sitzt im Lampenlicht,
poetisch möcht‘ er dichten.
Verzweiflung steht ihm im Gesicht,
kein Vers lässt sich berichten.

Sein Hirn ist dicht seit Tagen schon,
wo‘s fließen müsst aus Massen.
Für einen Dichter blanker Hohn,
der‘s dichten kann nicht lassen.

Im Rhythmus will von nebenan,
`s ist nicht zu überhören,
erneuerbar ein Wasserhahn,
den Dichter, undicht, stören.

Er hätt‘ den Klempner gern bestellt,
doch der wär nicht erschienen.
Dem Dichter fehlt zum Dichten Geld,
der‘s dichtend möcht‘ verdienen

und paradox kommt’s ihm nun vor.
Ein Loch zum dichtend‘ Fließen,
das er nicht hat, hatt‘s Wasserrohr
was gern würd dicht er schließen.

Dem Dichter, dessen Hirn nicht leckt,
die Verse nicht mal tropfen,
fehlt Dichtung, die die Dichtung weckt
um Löcher zuzustopfen.




http://www.anette-esposito.org

winni
Beiträge: 1.445
Treue Seele



05.11.2008 11:29
RE: Undichte Dichtung antworten
Liebe Anette,

Ein Dichter könnt' es leichter tragen
wenn bei ihm der 'Krahnen' tropft -
dann könnte er die Hühner fragen,
warum er sie am 'Kämmchen' zopft ?

.. ist mir, bei deinem BIO-Gedicht, so eingefallen!

Liebe Grüsse,
winni

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Erdbebenkatastrophe Haiti

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