|
Warten
Warten, warten, ständig warten, warten dass die Zeit vergeht – ob im Hause, ob im Garten man im Duft der äußerst zarten roten Rosen wartend steht,
Wird zur Qual das dumpfe Denken, wird zu Folter jedes Wort – will man sich auf Reim beschränken um von Metrik abzulenken, wird das Dichten fast zum Sport,
Farblos blüh’n die Anemonen, schwarz blüht das Vergissmeinnicht – Dichter – halt – du musst dich schonen, wenn im Hirn die Spatzen wohnen und der Wahnsinn aus dir spricht !
Weiße Schrift auf weißem Grunde was du dichtest sieht man nicht – kommt jedoch die Geistblitzstunde und die Muse macht die Runde glaubt man Dir das sicher nicht.
Und du stehst im Duft der Rosen Deine Sinne schwinden dir – Träumend denkst du an Mimosen Wartest auf die Herbstzeitlosen Wartest, wartest lange hier …
©whp
| |