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Ganz in Gedanken sitz ich hier – ich tue nichts – oder etwa doch ? Ich male Männchen auf ’s Papier, den Rand mit Blümchen ich verzier und führe ein Gespräch mit Dir, ganz leise – ja, viel leiser noch – ich wähne mich ganz nah bei Dir. Du sitz inzwischen am PC und liest ein wenig im Gedichtehaus – Du hast geweint mein Spatz, O je, Ist ’s Herzeleid, ist ’s Liebesweh ? Du lächelst zart, wie ich jetzt seh’ – Komm, schau einmal zu Fenster raus, der Mond steht überm blanken See. Nun hüllen ihn die Wolken ein – ob ihn gar unser Kummer plagt ? Will er mit seinem milden Schein, mit seinem Licht wie Elfenbein, uns beiden Seelentröster sein ? Der Mond zieht sich zurück – es tagt – Ich schließ das Fenster – denke Dein !
©whp
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